Action-Kino mit Scarlett Johansson

"Lucy": Intelligenzbestie mit Killerinstinkt

Berlin - Hollywoodstar Scarlett Johansson gerät als unschuldige „Lucy“ in einen fiesen Hinterhalt und mutiert dank Super-Droge zur Intelligenzbestie mit Killerinstinkt.

Frauen haben in seinen Filmen immer einen ganz starken Auftritt. Ob in „Nikita“, „Léon – Der Profi“ oder „Johanna von Orleans“ – der französische Regisseur Luc Besson gibt dem weiblichen Geschlecht Waffen in die Hand, dazu kommen Wut und ein unbändiger Wille. Hollywoodstar Scarlett Johansson gerät nun als unschuldige „Lucy“ in einen fiesen Hinterhalt und mutiert dank Super-Droge zur Intelligenzbestie mit Killerinstinkt.

Widerwillig tut Lucy einem Bekannten einen Gefallen und gibt für ihn einen Koffer in einem Hotel in Taipeh ab. Dort beginnt der Albtraum: Eine Gangsterbande hält die junge Frau in einer der Luxussuiten fest, betäubt sie und implantiert ihr ein Plastikpäckchen mit kleinen blauen Kristallen. Mit der neuartigen synthetischen Droge im Bauch soll Lucy als lebendes Transportmittel nach Europa reisen. Doch das Päckchen platzt in Lucys Körper – und die verängstigte, naive Blondine verwandelt sich in eine echte Superfrau. Der Stoff bewirkt, dass Lucy nach und nach ihr gesamtes Gehirnpotenzial ausschöpfen kann, das – nach einer wissenschaftlich schon überholten These – bei den meisten Menschen zu einem Großteil brachliegt.

Anders als die meisten aktuellen Action-Filmer hat sich Besson gegen die 3D-Technik entschieden. Seine Effekte machen trotzdem einiges her. Besson lässt Lucy zur Superwoman mutieren, die brutale Kriminelle ebenso in die Tasche steckt wie den Top-Hirnforscher Norman, der von Morgan Freeman gespielt wird. Spätestens nach der Hälfte des Films lahmt die Story allerdings. Je intelligenter und schlagkräftiger Lucy wird, desto starrer werden Johanssons Blick und Mimik. Am Ende kommen Johanssons Reize auch nicht mehr gegen die logischen Brüche und pseudophilosophischen Interpretationen der Geschichte an.

Elke Vogel

Rubriklistenbild: © dpa

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