Nach heftiger Kritik

Neue Aufmachung beim Deutschen Fernsehpreis

Deutscher Fernsehpreis
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Die Schauspieler Friedrich Mücke und Frederick Lau sind mit dem Sat.1-Film "Mordkommission Berlin 1"in mehreren Kategorien nominiert. 

Berlin - Am 13. Januar 2015 wird der Deutsche Fernsehpreis verliehen. Die Jury teilte am Donnerstag bereits die ersten Nominierungen mit. Dabei gibt es einige Überraschungen. 

Im Fernsehen mau, in den Augen der Jury wow: Die RTL-Serie „Deutschland 83“ mit Jonas Nay und der Sat.1-Krimi „Mordkommission Berlin 1“ mit Friedrich Mücke haben bei der Vergabe des Deutschen Fernsehpreises am 13. Januar beste Chancen, in den insgesamt 22 Kategorien einige Preise abzusahnen. Der historische Sat.1-Krimi wurde in sechs Kategorien nominiert, wie die Jury aus elf Experten am Donnerstag in Berlin mitteilte, die RTL-Spionageserie immerhin in vier Kategorien. Beide Produktionen entpuppten sich bei der Ausstrahlung von der Einschaltquote her eher als Enttäuschung. „Deutschland 83“ läuft noch bis zum 17. Dezember im TV.

Große Chancen im Wettbewerb haben auch das KZ-Drama „Nackt unter Wölfen“ (ARD) nach dem Roman von Bruno Apitz und „Ein großer Aufbruch“ (ZDF) mit Matthias Habich als todkrankem, selbstverliebtem Mann, der noch einmal alle Freunde zu sich gebeten hat. Sie sind fünf Mal nominiert worden. Neben „Deutschland 83“ wurden auch der historische ZDF-Mehrteiler „Tannbach - Schicksal eines Dorfes“ und „Das Zeugenhaus“ (ebenfalls ZDF) viermal nominiert. Der im Pay-TV zu empfangene Kanal TNT Serie kommt mit seiner Serie „Weinberg“ (auch mit Friedrich Mücke) immerhin auf zwei Nominierungen.

Das sind die Nominierungen für die besten Schauspieler:

Als beste Schauspielerinnen gehen fünf Damen ins Rennen. Iris Berben für „Das Zeugenhaus“, Henriette Confurius für „Tannbach - Schicksal eines Dorfes“, Maria Simon für „Silvia S. - Blinde Wut“ (ZDF), Antje Traue für „Weinberg“ und auch für ihre Leistung im Film „Mordkommission Berlin 1“ sowie Ina Weisse für „Ich will dich“ (ARD) und „Ein großer Aufbruch“.

Bei den Männern konkurrieren ebenfalls fünf um den Titel des besten Schauspielers. Charly Hübner für die Mauerfall-Komödie „Bornholmer Straße“ (ARD) sowie das Drama „Der verlorene Bruder“ (ARD), Tobias Moretti für das Drama „Luis Trenker - Der schmale Grat der Wahrheit“ (ARD), „Mordkommission Berlin 1“ und „Das Zeugenhaus“, Friedrich Mücke für „Weinberg“ und „Mordkommission Berlin 1“, Jonas Nay für „Deutschland 83“ und „Tannbach - Schicksal eines Dorfes“ sowie Florian Stetter für „Nackt unter Wölfen“.

Bei den Serien haben sich ausschließlich die Privatsender hervorgetan: Neben „Deutschland 83“ und „Weinberg“ wurde noch die Vox-Serie „Club der roten Bänder“ benannt. Kleinere Kanäle hätten im zurückliegenden TV-Jahr mit „Risikofreude“ überzeugt, sagte Juryvorsitzender Lutz Carstens.

Im Mittelpunkt steht investigativer Journalismus 

Im Rückblick aber hätten vor allem die politischen Krisen das Programm bestimmt, so Carstens weiter. „So haben wir uns in der Information ganz auf die Berichterstattung zur Flüchtlingssituation konzentriert, den Talk als wichtigen Ort der Einordnung identifiziert und im Sport nach Doping und Fifa ganz auf investigativen Journalismus gesetzt.“ Sendungen wie „Hart aber fair - Jetzt reden die Helfer“ (ARD), „Markus Lanz“ (ZDF) und „Menschen bei Maischberger“ sind als beste Talks nominiert, „Geheimsache Doping. Im Schattenreich der Leichtathletik“ (ARD), „Wie Russland seine Sieger macht“ (ARD), „die story im Ersten: Der verkaufte Fußball - Sepp Blatter und die Macht der FIFA“ (ARD) und „sport inside (WDR) als beste Sportsendung.

Der Deutsche Fernsehpreis, der 2015 nicht verliehen wurde, soll am 13. Januar 2016 nach heftiger Kritik an der Vergabepraxis in neuer Aufmachung und mit weniger Aufwand in Düsseldorf über die Bühne gehen. Stifter sind die Senderchefs der ARD, vom ZDF sowie von RTL und ProSiebenSat.1. Eine TV-Übertragung ist nicht vorgesehen. Der Preis wird in 20 Kategorien verliehen, dazu kommen ein Förderpreis und ein Preis für das Lebenswerk.

"Mordkommission Berlin 1":

dpa

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