1,5 Millionen Euro Siegprämie

Sensation: Erstmals schlägt eine Frau den Raab

München - Acht Frauen haben es in der Geschichte von "Schlag den Raab" schon probiert, sie alle sind an der Pro7-Allzweckwaffe gescheitert. In der vergangenen Nacht passierte dann das bisher Undenkbare.

1,5 Millionen Euro ist sie jetzt reicher: Maria Kleinebrahm hat um 1.20 Uhr am sehr frühen Sonntagmorgen als erste Frau Moderator Stefan Raab bezwungen. Die Assistenzärztin an einer Klinik für Kiefer- und Gesichtschirurgie ist eine Sportskanone: Sie macht Karate und ist leidenschaftliche Tennisspielerin. Das nutzte ihr jedoch bei dem Zweikampf gegen den Rabinator nicht allzu viel, der Schwerpunkt der meisten Spiele lag diesmal eher bei Konzentrations- und Geschicklichkeitsspielen.

Raab hatte sich intensiver als sonst vorbereiten können, war das beliebte TV-Duell doch im März verschoben worden - aus "produktionstechnischen Gründen", wie es hieß. Zunächst sah es auch so aus, als hätte er die Zeit gut genutzt: Er erkannte fehlerhafte Bilder schneller, häufte mit einem Gabelstapler Holzkisten schneller aufeinander und bewies das bessere Gedächtnis. Auch beim Tischtennis und beim Verwandeln von Freistößen war er unschlagbar. Die 27-Jährige wies ihn dagegen beim Entsorgen von Pappkartons in einer Mülltonne und dem Zusammenbauen bunter Bauklötze nach einer vorgegebenen Form in die Schranken.

Eine regelrechte Blamage leistete sich Raab im zehnten Spiel. Bei "Hovertrax" galt es, auf einem Skateboard-artigen Gerät drei Runden auf einem Parcours zurückzulegen. Der Meister kam jedoch mit dem Teil so gar nicht zurecht. Anschließend verlor er seine Nerven, als die beiden Kontrahenten versuchen mussten, eine Kugel über verschiedene Röhren in einen Korb zu bugsieren.

Einen Matchball konnte die Hannoveranerin beim Spiel "Leitergolf" abwehren. Dabei musste ein Seil, an dem zwei Bälle befestigt waren, so über die Sprossen einer Leiter geworfen werden, dass es nicht herunterfiel. Das letzte Spiel brachte die Entscheidung. "Flohhüpfen" heißt es. Die Aufgabe bestand darin, einen Chip in einen Behälter zu schnipsen. Und tatsächlich: Kleinebrahm gelang der Millionenschnipser! Voller Freude über den gewonnenen Reichtum rannte sie durchs Studio, Raab hatte es - ein seltener Moment - die Sprache verschlagen.

Was sie mit dem vielen Geld anfangen will, hat die 27-Jährige auch verraten: Sie möchte einen Helikopter-Flugschein machen.

Quoten: ZDF-Krimi vorn - Vox-Thementag über Nachkriegs-Deutschland

Kommissarin Lucas hat mit dem Krimi „Der Wald“ das Quotenrennen am Samstagabend für das ZDF gewonnen. 6,29 Millionen schalteten die Folge ein (Marktanteil: 21,2 Prozent). Die ARD-Show „Klein gegen Groß - Das unglaubliche Duell“ interessierte 4,56 Millionen (15,9 Prozent). „Deutschland sucht den Superstar“ auf RTL sahen 3,23 Millionen (11,7 Prozent). Die ProSieben-Spielshow „Schlag den Raab“ verfolgten 2,82 Millionen (12,7 Prozent) und sahen nach Angaben des Senders, wie Stefan Raab den Zweikampf verlor und eine Ärztin aus Hannover 1,5 Millionen Euro gewann. „Transformers 3“ auf Sat.1 schaffte 1,81 Millionen Zuschauer (6,3 Prozent).

Vox begab sich am Samstag mit einer zwölf Stunden langen Dokumentation „1945 - 12 Städte, 12 Schicksale“ auf eine Spurensuche im Nachkriegs-Deutschland. Wie der Sender mitteilte, schalteten von den Zuschauern ab 3 Jahren durchschnittlich 0,94 Millionen die Doku ein. Die Idee von Vox, einen Tag lang eine Dokumentation zu senden, ist nicht neu. Der Sender hat bereits zu Hitlers Todestag und den Anschlägen am 11. September 2001 auf solche Doku-Events gesetzt.

dpa/hn

Rubriklistenbild: © dpa

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