Kinotrailer und Filmkritik

Horrorkomödie "Scouts vs. Zombies" - ein blutiger Blödsinn

Wer Lust auf "platte" Unterhaltung hat, kann mit der Horrorkomödie „Scouts vs. Zombies“ durchaus seinen Spaß haben. Einen Vorgeschmack gibt's im Kinotrailer.

Schwer zu sagen, was es über eine Gesellschaft verrät, deren liebster Held der menschenfressende Zombie zu sein scheint. „Scouts vs. Zombies“ hängt sich an den Trend an und greift das Thema satirisch auf, was fast wieder ein eigenes Genre ist, so viele Zombiekomödien gibt es. Doch der Film überrascht positiv, weil er sich mit unbändigem Willen zum Blödsinn in die Geschichte wirft und die Gesetze des Horrorfilms trotz allen Klamauks ernst nimmt.

So kann man durchaus Spaß haben – will man sich unter Niveau amüsieren –, wenn sich drei Pfadfinder der Zombie-Invasion in den Weg stellen. Denn deren Mischung aus Unbedarftheit, Entschlossenheit und schierer Dummheit sorgt für aberwitzige Situationen: Zeit für ein Selfie mit den Zombies ist immer, und wenn dann noch mutierte Rentner attackieren, ist das so dämlich, dass es doch wieder gut ist.

Nicht jeder Einfall ist gelungen, und ein paar Mal entgleist der Film geschmacklich. Dafür ist das Timing makellos; nicht zuletzt hat man begabte Schauspieler gefunden, vor allem Joey Morgan beweist als Augie komödiantisches Talent. Arnold Schwarzeneggers Sohn Patrick hat einen überzeugenden Auftritt als Unsympath – es ist freilich unklar, ob das Schauspielkunst ist oder er nach Typ besetzt wurde. Egal: Auch er wird von den Pfadfindern entsorgt, wenn sie schon dabei sind, die Welt besser zu machen. Zoran Gojic

„Scouts vs. Zombies“

mit Tye Sheridan

Regie: Christopher Landon

Laufzeit: 93 Minuten

Dieser Film könnte Ihnen gefallen, wenn Sie „Zombieland“ mochten.

Rubriklistenbild: © Jaimie Trueblood/Paramount Pictures/dpa

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