Skeptiker erwünscht

"Kill the Messenger": Spannender Verschwörungsthriller

In dem Thriller "Kill the Messenger" ist Jeremy Renner Mittelpunkt einr Verschwörung mit realem Hintergrund über den amerikanischen Drogenkrieg. Eine spannende Lehrstunde mit Action. 

Üblicherweise folgen Verschwörungsthriller einem einfachen Muster: Held oder Heldin findet schreckliche Wahrheit heraus. Dunkle Mächte wollen verhindern, dass diese ans Licht kommt. Held oder Heldin setzt sich darüber hinweg. Ende. Bei „Kill the Messenger“ wird dieses Ende schon nach 50 Minuten erreicht. Es folgt eine ebenso spannende Stunde darüber, was dem US-Journalist Gary Webb 1996 nach der Veröffentlichung seiner wichtigsten Geschichte passierte. Er schrieb über Verbindungen zwischen dem CIA und dem Drogenschmuggel der nicaraguanischen Contra-Rebellen in die USA. Seine Thesen wurden heftig kritisiert. Webb verlor seinen Job, 2004 wurde er erschossen aufgefunden. Sein Tod wurde als Suizid gewertet.

Interessante Lehrstunde

Dieser Film bezieht Stellung: Webb sei Unrecht widerfahren. Und dennoch: So ganz vertraut Regisseur Michael Cuesta seinem Stoff nicht. Einerseits bietet er eine bremsende Nebenhandlung über Webbs verkorkste Ehe, andererseits mischt er die Filmszenen mit schnell geschnittenen realen Aufnahmen. Dennoch ist der Streifen eine interessante Politiklehrstunde über den Drogenkrieg, der in den USA immer noch massiv geführt wird. 

„Kill the Messenger“

Mit Jeremy Renner, Andy Garcia

Regie: Michael Cuesta

Laufzeit: 112 Minuten

Dieser Film könnte Ihnen gefallen, wenn Sie der Politik der USA skeptisch gegenüberstehen.

Von Christian Fahrenbach

Rubriklistenbild: © Universal Pictures Germany/dpa

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