Zweiter Film mit Leinwand-Paar Jason Segel und Cameron Diaz

Sex Tape: Jagd nach einem pikanten Video

München - Ein Paar versucht mit einem selbstgedrehten Sexfilm die Leidenschaft früherer Beziehungsjahre wiederzugewinnen. Doch sie verschicken das pikante Video aus Versehen an Freunde und Familie. Die Kritik zu "Sex Tape":

Gut zehn Jahre Ehealltag und zwei Kinder haben das Liebesleben von Annie (Cameron Diaz) und Jay (Jason Siegel) fast zum Erliegen gebracht. Um den Funken der Leidenschaft neu zu entfachen, drehen die beiden in Tequila-Laune einen Heim-Porno. Dumm nur, dass das Video versehentlich in der Cloud landet, mit der Verwandte, Freunde und Annies Boss in spe verlinkt sind. Cameron Diaz und Jason Segel als Porno-Stars wider Willen: Unter der Regie von Jake Kasdan, mit dem sie schon „Bad Teacher“ gedreht haben, präsentieren die beiden diesmal eine Art „Hangover“-Variante für lang liierte Paare mit Kindern. Wie in den Komödien von Judd Apatow („Immer Ärger mit 40“) wird auch hier Derbes mit Charme serviert und Schlüpfrigkeit mit Herzlichkeit kombiniert: Annie und Jay sind sympathische Figuren, denen man gern zusieht und die Daumen drückt. Die beiden Hauptdarsteller entwickeln eine fantastische Chemie. Da fällt es kaum ins Gewicht, dass die Geschichte bisweilen an den Haaren herbeigezogen wirkt und nicht alle Gags zünden.

Sehenswert ist die abgedrehte, anzügliche und anrührende Farce allein schon wegen einer wahrhaft wahnwitzigen Sequenz mit Rob Lowe, der sich Ende der 80er Jahre selbst durch einen SexFilm-Skandal ins Aus geschossen hatte: Er spielt Annies Boss, einen größenwahnsinnigen, vermeintlich biederen Spielzeugfabrikanten mit bizarrem Doppelleben. Am Ende dieser charmanten, kurzweiligen Chaos-Komödie gibt es noch einen weiteren überraschenden Gastauftritt.

„Sex Tape“

mit Cameron Diaz, Jason Segel, Rob Lowe

Regie: Jake Kasdan

Dieser Film könnte Ihnen gefallen, wenn Sie „Bad Neighbor“ mochten.

von Marco Schmidt

Rubriklistenbild: © Sony Pictures / dpa

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