Zehn Millionen Zuschauer

TV-Quote: Thomalla schlägt sogar Schweiger-Tatort

+
Inga Busch (l.), Simone Thomalla und Martin Wuttke in einer Szene des Leipziger Tatort "Frühstück für immer".

Berlin - Der „Tatort“ mit Simone Thomalla und Martin Wuttke als Leipziger Ermittler-Team hat am Sonntag sogar mehr Zuschauer vor den Bildschirm gelockt als in der Vorwoche Til Schweiger.

Der „Tatort“ mit Simone Thomalla und Martin Wuttke als Leipziger Ermittler-Team ist am Sonntag absoluter Quotensieger gewesen - und hat sogar mehr Zuschauer vor den Bildschirm gelockt als in der Vorwoche Til Schweiger im Hamburger „Tatort“. Im Schnitt 10,24 Millionen Menschen (27,7 Prozent) verfolgten den Fall „Frühstück für immer“. Til Schweigers zweiter Hamburger „Tatort - Kopfgeld“ hatte in der Vorwoche mehr als 100 000 weniger, nämlich 10,1 Millionen Zuschauer.

Für Thomalla und Wuttke war es am Sonntag der drittletzte Krimi in der beliebten ARD-Reihe. Der MDR will nur noch zwei Fälle mit ihnen drehen. Die beiden Schauspieler sind seit 2008 mit den Figuren Eva Saalfeld und Andreas Keppler im Einsatz.

Im Fall vom Sonntag ging es um Großstadtsingles über 40 und die Suche nach Sex und Anerkennung. Bei vielen Kritikern und auch im Internet kam der Krimi nicht so gut an. Mancher empfand ihn als frauenfeindlich. „Man möchte sich als Mann nach diesem "Tatort" spontan waschen und dann entschuldigen bei all den Frauen, die hier in die vereinigten Klischeeanstalten eingewiesen werden“, hatte Hans Hoff beim Branchendienst „DWDL.de“ geschrieben.

Beim Rezensionsforum „Wie war der Tatort?“ (wiewardertatort.de) hieß es, Drehbuchautorin Katrin Bühlig und Regisseurin Claudia Garde skizzierten in dem Film „eine Welt, in der Single-Frauen über 40 grundsätzlich unglücklich und für Männer uninteressant sind - es sei denn, sie sind schönheitsoperiert“ oder aber sie „spreizen schon nach der ersten Begegnung bereitwillig die Beine“.

Das ZDF erreichte ab 20.15 Uhr mit dem Melodram „Rosamunde Pilcher: Evitas Rache“ durchschnittlich 6,22 Millionen Zuschauer (16,8 Prozent). Sat.1 hatte mit seiner Serie „Navy CIS“ (Folge 245) durchschnittlich 3,93 Millionen (10,7 Prozent) und lag damit sogar vor RTL und der Free-TV-Premiere der Travestie-Komödie „Rubbeldiekatz“ von Detlev Buck mit Matthias Schweighöfer in der Hauptrolle: Die kam lediglich auf 3,06 Millionen (8,7 Prozent).

ProSieben holte mit dem Fantasy-Actionfilm „Captain America - The First Avenger“ 2,72 Millionen Zuschauer (8,0 Prozent) und Vox mit einer männlichen Ausgabe des Formats „Promi Shopping Queen“ mit Guido Maria Kretschmer (und Kandidaten wie Carsten Spengemann, Mathieu Carriere oder auch Rocco Stark) 1,51 Millionen (4,9 Prozent).

Die ARD-Talkshow „Günther Jauch“ (Thema „Uli Hoeneß - Absturz mit Anstand?“) schalteten ab 21.45 Uhr im Schnitt 5,42 Millionen ein (18,8 Prozent). Bereits am frühen Morgen ab 7.00 Uhr hatte RTL einen überwältigenden Marktanteil von 43,2 Prozent, als der Kölner Privatsender die „Formel 1“ aus Melbourne, den Großen Preis von Australien übertrug (3,12 Millionen Zuschauer).

In der bisherigen Jahresbilanz liegt das ZDF mit 13,8 Prozent auf dem ersten Platz. Die ARD liegt dahinter mit 12,6 Prozent vor RTL mit 11,4 Prozent. Sat.1 folgt mit 7,9 Prozent, ProSieben kommt auf 5,4 Prozent, Vox auf 5,0 Prozent, RTL II auf 3,89 Prozent, Kabel eins auf 3,7 Prozent und Super RTL auf 1,7 Prozent.

dpa

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren: Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.