Privatvorstellung fünf Monate vor Kinostart

Todkranker Fan darf neuen "Star Trek" sehen

New York - Es war sein letzter Wunsch: Noch vor der Kinopremiere im Mai durfte der todkranke "Star Trek"-Fan Daniel Craft wohl als einziger die unfertige Fassung von "Into Darkness" sehen.

Im Mai 2013 soll der neue "Star Trek"-Streifen in die Kinos kommen, doch soviel Zeit hatte der todkranke New Yorker Filmfan Daniel Craft nicht mehr. Wegen seiner Leukämie-Erkrankung prognostizierten ihm die Ärzte im Dezember 2012 gerade mal noch  zwei Monate. Deshalb wurde für ihn das Unmögliche möglich gemacht. Der neue Teil "Into Darkness" ist noch nicht einmal fertiggestellt, als Craft ihn ganze fünf Monate vor Kinostart als wohl einziger Fan zu sehen bekommt. Damit wurde dem todkranken Filmliebhaber sein letzer Wunsch erfüllt, bevor er einem Onlinebericht auf Spiegel zufolge am vergangenen Freitag den Kampf gegen sein Krebsleiden verlor.

Möglich gemacht hat dies ein Freund von Craft, der dessen bewegende Geschichte auf der Internetseite Reddit postete und damit eine Welle des Mitgefühls und der Hilfsbereitschaft auslöste. "Mein Freund hat noch weniger als zwei Monate zu leben. Er ist ein riesiger Star Trek Fan. Gibt es eine Möglichkeit, dass er Material aus dem neuen Film sehen kann, bevor er geht?" schrieb der Unbekannte Ende Dezember. Auch Crafts verzweifelte Ehefrau meldete sich daraufhin zu Wort und berichtete von einem vergeblichen Versuch, wenigstens den neunminütigen Trailer zum Film zu sehen. Dazu brachten sie den schwerkranken Patienten vom Krankenhaus extra in eine Kinovorstellung von "Der Hobbit", nur um festzustellen, dass der Trailer dort doch nicht gezeigt wurde.

Was folgte waren Nachrichten an die Filmfirma, Posts an die Facebook-Seite von Regisseur J. J. Abrams und Tweets an Schauspieler Wil Wheaton. Keine drei Tage später reagierte Regisseur J. J. Abrams auf die Welle im Internet und ermöglichte zusammen mit der Filmfirma eine private Filmvorstellung des noch streng geheimen zweiten Teils der neuen "Star Trek"-Reihe.

Mehrere US-Medien, wie die National Post oder die Los Angeles Times, berichteten bereits über die rührende Geschichte. Auf der Facebookseite von J. J. Abrams bedankten sich Fans. Eine offizielle Bestätigung gab es bisher aber noch nicht.

vh

Rubriklistenbild: © dpa

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