Nach "Drei Männer und ein Baby"

"Drei Türken und ein Baby": Komödie mit Potential

"Drei Türken und ein Baby" ist eine Komödie nach bewährtem Konzept. Zwei Lebensrealitäten prallen aufeinander - und das treibt mitunter kuriose Blüten. Die ausführliche Kritik:

Nicht nur der Titel dieses Films schielt nach der französischen Komödie „Drei Männer und ein Baby“ . 1985 begründete Regisseurin Coline Serreau mit ihrem Film ein neues Genre, und in der Folge häuften sich Streifen mit einem ähnlichen Aufeinanderprallen zweier scheinbar unvereinbarer Lebensformen wie der des betont unabhängigen Singles und der des hilfsbedürftigen und niedlichen Kleinkindes.

Der Filmemacher Sinan Akkus fügt dieser grundsätzlich immer funktionierenden Konstellation eine zeitgemäße Variante hinzu: die der Komödie mit Migrationshintergrund. Seine drei Männer sind türkische Brüder, jeder mit einer speziellen Macke versehen, und die Geschichte ist im Milieu deutscher Muslime angesiedelt. Das bietet einige Zusatzgags und neue Erkenntnisse. Denn Akkus hat das Milieu der Deutschtürken sehr genau unter die Lupe genommen und tippt humorvoll einige Probleme an, mit denen sich gerade diese Männer herumschlagen müssen. Auch wenn „3 Türken und ein Baby“ oft hinter seinen Möglichkeiten zurück bleibt, bietet Akkus in seinem zweiten Langfilm jede Menge Vielversprechendes.

von Ulrike Frick

„Drei Türken und ein Baby“

mit Kostja Ullmann, Eko Fresh Regie: Sinan Akkus Laufzeit: 98 Minuten.

Dieser Film könnte Ihnen gefallen, wenn Sie „Evet – Ich will!“ mochten.

Rubriklistenbild: © Egoli Tossell Film/Wild Bunch Germany/Vero Bielinski

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