Hans Sarpei gewinnt

Übler Sturz bei "Let's Dance"

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Finale von "Let's Dance": Matthias Steiner und Profitänzerin Ekaterina Leonova.
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Finale von "Let's Dance": Profitänzerin Ekaterina Leonova sitzt verletzt und weinend am Boden.
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Finale von "Let's Dance": Autsch!! Profitänzerin Ekaterina Leonova knickt mit dem Fuß übel um.
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Finale von "Let's Dance": der Unfall von Profitänzerin Ekaterina Leonova.
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Finale von "Let's Dance": Profitänzerin Ekaterina Leonova hat sich am Fuß verletzt.
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Finale von "Let's Dance": Profitänzerin Ekaterina Leonova sackt auf dem Boden zusammen.
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Finale von "Let's Dance": Matthias Steiner trägt seine verletzte Profitänzerin Ekaterina Leonova von der Tanzfläche.
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Finale von "Let's Dance": Minh-Khai Phan-Thi und Profitänzer Massimo Sinato.
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Finale von "Let's Dance": Hans Sarpei.

Köln - Die achte Staffel von „Let's Dance“ ist vorbei. Das vierstündige Finale wurde jedoch von einem Unfall überschattet: Die Partnerin von Gewichtheber Matthias Steiner knickte kräftig um.

Der ehemalige ghanaische Fußballnationalspieler Hans Sarpei flippte förmlich aus vor Freude. Kaum war klar, dass er der Gewinner der achten „Let's Dance“-Staffel ist, rannte der 38-Jährige wild hüpfend über die RTL-Bühne, schmiss sich auf den Rücken und zuckte mit den Hüften. Einen kurzen Moment später war auch schon seine Profi-Tanzpartnerin Kathrin Menzinger über ihm. Die Zweitplatzierte, die Moderatorin Minh-Khai Phan-Thi, bückte sich zum Gratulieren zu den beiden am Boden Liegenden hinunter und lachte tapfer. Ihr Partner Massimo Sinato zog ein langes Gesicht.

Dabei hatte doch selbst der strenge Juror Joachim Llambi die Zweitplatzierten als Favoriten gesehen. „Die Paare haben sich nicht viel gegeben, aber Minh-Khai war meiner Meinung nach eine Nasenspitze vorn“, sagte Llambi nach der Sendung. „Nun muss ich nur noch meiner Frau das Tanzen beibringen“, stammelte indessen Sarpei im Siegestaumel mit Schweiß auf der Stirn. Der Ex-Fußballer hatte am Freitagabend vor allem „Hüft-technisch“ alles gegeben und in den drei einstudierten Tänzen Lockerheit bewiesen.

Dritter Platz für Matthias Steiner

Den dritten Platz belegten der Olympiasieger und Gewichtheber Matthias Steiner und seine Partnerin Ekaterina Leonova. Doch die beiden hatten gegen Ende ganz andere Sorgen. Sie schienen einfach nur froh, die Siegerehrung überhaupt gemeinsam auf der Bühne erleben zu können. Wenn auch sitzend auf einem roten Sofa. Leonova umklammerte dabei einen Teddy. Denn das letzte Drittel der Sendung wurde von einem Unfall überschattet: Die 28-Jährige war nach einer Hebefigur bei der Landung auf dem Parkett kräftig umgeknickt, zog die Einlage im Dirndl vor Bergpanorama-Kulisse aber weiter durch. Kaum war jedoch die Performance zu Ende, sackte sie mit schmerzverzerrtem Gesicht in sich zusammen.

Das Publikum stockte. Steiner war ratlos. Moderator Daniel Hartwich versuchte die Situation dagegen einfach „wegzumoderieren“: „Ist Ekaterina nicht ein Profi? Bis zum letzten Tanz hat sie damit gewartet“, rief er Richtung Publikum - und erntete einige Buh-Rufe. Auch im Netz fiel das Urteil für diesen Satz vernichtend aus. So schrieb ein Twitter-User: „Bei #LetsDance verletzt sich die Tänzerin & liegt da rum. Und der Hartwig hat nichts Besseres zutun, als dumme Kommentare abzugeben.“

Mit Co-Moderatorin Sylvie Meis ging die Netzgemeinde nicht weniger kritisch um. Eine Twitter-Userin wollte nicht etwa per Telefon für die prominenten Tänzer ihre Stimme abgeben, sondern verlangte nach einer Nummer, um die „unsägliche Moderatorin“ mit dem „schlechten Deutsch“ herauszuwählen.

Fragwürdige Jury-Kommentare

Apropos Sprachprobleme: Juror Jorge Gonzales konnte sich - je weiter die vierstündige Sendung voranschritt - immer schlechter artikulieren und begann seine Bewertung oft mit lallenden Lauten und „Ah's“ und „Oh's“. In der Kategorie „Lieblingstanz“ rief er Sarpei nach dessen Hip-Hop-Performance zu Michael Jacksons „Black or White“ nur ein „Cool! Mann! Expressiv“ zu. Bei Minh-Khai spürte er oft „viel Echtes“, verglich sie mit einer „Gottin“. Jurorin Motsi Mabuse, die aus Südafrika stammt, sprach sich unter anderem in ihrer Schlussbewertung für Sarpei aus, mit der Begründung „weil wir beide chocolate sind“.

Zum großen Finale in Köln durften auch alle anderen Promis aus den letzten Sendungen noch einmal auftreten. Die Erstausgeschiedene Cathy Fischer gab sich im Gespräch mit Sylvie Meis ganz diplomatisch, als sie auf ihre Niederlage angesprochen wurde: „Wir haben drei tolle Finalisten“, sagte sie. Cora Schumacher, die eine Woche später ausgeschieden war, bekannte, dass der „Druck nun weg“ sei. Ralf Bauer bewies bei einem Tango noch einmal Final-Qualitäten - wegen einer Grippe hatte er jedoch vorzeitig seinen Ausstieg verkünden müssen. Doch er nutzte den Abend: Im Gespräch mit Sylvie Meis wurde er nicht müde, mehrfach auf sein Engagement als Old Firehand bei den Karl May-Festspielen in Bad Segeberg hinzuweisen.

Die Sendung sei „eine runde Sache gewesen“, sagte Sarpei zum Ende. Im nächsten Frühjahr soll die neunte Staffel stattfinden.

dpa