Privatsender wird mutig

Spaßige Krebs-Patienten: Vox plant eigene Serie

Berlin - Der Privatsender Vox, seit 1993 auf Sendung, will erstmals eine eigene TV-Serie drehen. Diese spielt zwar im Krankenhaus, unterscheidet sich aber deutlich von den üblichen Arzt-Schmonzetten.

Der Kölner Sender will die aus Spanien stammende Serie „Pulseras rojas“ (Rote Armbänder) in Deutschland adaptieren. Darin wird mit bitterbösem Humor und Tiefgang vom Leben mehrerer kranker Teenager auf der Kinderstation eines Krankenhauses erzählt. Im spanischen Original hält einer der jungen Patienten, der im Koma liegt, die Handlungsfäden zusammen. Zwei der Teenager wurde aufgrund ihrer Krebserkrankung ein Bein amputiert, ein Mädchen hat eine Ess-Störung.

Das sagte Geschäftsführer Bernd Reichart, der zuvor für die RTL Group in Spanien arbeitete, hat die Serie von einem katalanischen Regionalsender zum landesweit empfangbaren Antena 3 geholt. Auch in den USA läuft davon eine Version, produziert von niemand Geringerem als Hollywood-Legende Steven Spielberg. Hergestellt wird die erste Vox-Serie von der Kölner Produktionsfirma Bantry Bay, die der ehemalige Geschäftsführer von ITV Studios Germany, Jan Kromschröder, zusammen mit dem Münchener Produzenten Jan Mojto gegründet hat.

Reichart in einem Gespräch mit dem Branchendienst „DWDL.de“. „Fiktionales Erzählen war immer schon ein wichtiger Teil der Identität von Vox, aber bislang immer in Form von Lizenzserien und -filmen“, sagte Reichart. „Wir sehen darin aber kein Dogma, das uns davon abhält, es auch mal selbst zu versuchen.“ Die Serie soll "etwas Neuartiges sein und zu uns passen", so der Sender-Boss.

dpa/hn

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.