"Die Simpsons": Zensur wegen Japan-Gau

Die Simpsons
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Nach dem Atom-Gau in Japan stehen "Die Simpsons" auf dem Prüfstand

München - In der Kultserie "Die Simpsons" stümpert das vertrottelte Familienoberhaupt Homer als Arbeiter im Atomkraftwerk herum. Nach der Atomkatastrophe in Japan steht die Serie auf dem Prüfstand.

Witze über Atomkraft gibt es in "Die Simpsons" immer wieder, schließlich arbeitet Familienoberhaupt Homer im Kernkraftwerk. Wegen der Atomkatastrophe in Fukushima hat ORF als erster Sender bereits beschlossen, zwei Folgen vorerst nicht zu zeigen, berichtet "20 Minuten Online". In einer Folge werden Witze über eine Kernschmelze gerissen, in einer weiteren sterben Marie und Pierre Curie an Verstrahlung. In Deutschland und der Schweiz steht die Serie noch auf dem Prüfstand.

Al Jean, der Produzent der Zeichentrickserie, sagte gegenüber dem US-Magazin "Entertainment Weekly": "Wir haben 480 Folgen gemacht, und wenn es da einige gibt, die sie angesichts der schrecklichen Dinge, die da vor sich gehen, für eine Weile nicht ausstrahlen wollen, kann ich das komplett verstehen. Wir würden niemals unseren Vorteil aus dem ziehen, was in Japan geschieht." Er versicherte aber, Homers Arbeitsplatz sei nicht in Gefahr, er werde weiterhin im Atomkraftwerk arbeiten.

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Nach den Anschlägen auf das World Trade Center war 2001 schon einmal eine Simpsons-Folge (Homer Versus the City of New York) zensiert worden.

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