So war die Show in Augsburg

Peinlich: Becker blufft bei "Wetten, dass..?"

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Auf Twitter hatte Boris Becker angekündigt, bei "Wetten, dass..?" eine Neuigkeit auszuplaudern. Als es soweit war, machte er aber einen Rückzieher.
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Markus Lanz hat die Vorweihnachtsausgabe von „Wetten, dass..?“ in Augsburg glanzlos aber pannenfrei über die Bühne gebracht. Alle Kandidaten gewannen ihre Wetten. Aber Boris Becker enttäuschte das gespannte Publikum mit einem Rückzieher.
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Die Gäste auf dem Wettsofa in Augsburg: ABBA-Mitglied Björn Ulvaeus, Comedian Michael "Bully" Herbig, Sängerin und Moderatorin Ina Müller, Schauspieler Wolfgang Stumph und Moderatorin Michelle Hunziker.
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Markus Lanz im Gespräch mit Comedian Michael "Bully" Herbig, Sängerin und Moderatorin Ina Müller, Schauspieler Wolfgang Stumph und Moderatorin Michelle Hunziker.
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Die ehemalige "Wetten, dass..?"-Co-Moderatorin Michelle Hunziker als Gast auf der Wettcouch.
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Moderator Markus Lanz erklärt ABBA-Mitglied Björn Ulvaeus die Wette.
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Die Klasse 7a des Christian-Ernst-Gymnasiums in Erlangen trat gemeinsam mit Lehrerin Gabriele Kuen an. Sie errieten, welche lateinischen Worte die Lehrerin an die Tafel schrieb - nur durch Hören der Kreide an der Tafel.
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Michael "Bully" Herbig (2.v.l.), hält den WM-Pokal hoch.
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Der Student Friedrich Kühne (24) aus München balancierte auf einem Slackline-Band und pustete durch den Wind Kerzen aus.

Augsburg - Markus Lanz hat die Vorweihnachtsausgabe von „Wetten, dass..?“ glanzlos aber pannenfrei über die Bühne gebracht. Boris Becker enttäuschte das gespannte Publikum mit einem Rückzieher.

6,88 Millionen Zuschauer - das ZDF-Aushängeschild „Wetten, dass..?“ hat mit der Vorweihnachtsausgabe am Samstagabend einen weiteren Rutsch nach unten noch einmal abwenden können. Vor einem Monat hatte Moderator Markus Lanz (44) mit dem Showklassiker den historischen Tiefpunkt erreicht, als nur noch 6,55 Millionen Menschen einschalteten. Doch Grund zum Ärger gab es trotzdem wieder. Wegen der Stadtwette muss sich das ZDF mit Rassismus-Vorwürfen auseinandersetzen.

Rückzieher von Boris Becker

Das ZDF hatte zuvor auf den twitterfreudigen Ex-Tennischampion Boris Becker (46) gesetzt. Er hatte vorwitzig über den von ihm oft genutzten Kurznachrichtendienst angekündigt, eine Neuigkeit auszuplaudern. Alle Welt war gespannt. Ob seine Frau Lilly wieder schwanger ist? Aber dann die ernüchternde Wahrheit: „Ich muss alle enttäuschen“, sagte Becker. „Da ging mit mir die Twitterhand durch“.

Aber im nächsten Jahr gebe es etwas Neues, eine berufliche Veränderung, über ihn zu berichten, fuhr Boris Becker fort. Vielleicht werde er ja dann wieder zu Markus Lanz eingeladen, sagte der Wimbledonsieger. Das ZDF reagierte via Twitter sofort - und recht schräg: „Enttäuschung. @TheBorisBecker gibt nichts bekannt. Ihr könnte jetzt wieder umschalten.“

Björn Ulvaeus: Keine Abba-Neuauflage

Auch Björn Ulvaeus (68) verriet keine Neuigkeit. Der schwedische Star erzählte, er habe mit seinen drei ABBA-Bandkollegen vor kurzem über ein Revival geredet. „Wir haben uns vor zwei Wochen getroffen und über eine Wiedervereinigung nachgedacht“, sagte Ulvaeus. Aber es werde nicht dazu kommen. Man wolle die Erinnerung an „eine junge dynamische Gruppe“ erhalten. Ulvaeus sagte in gutem Deutsch, ABBA habe insgesamt 380 Millionen Alben verkauft.

Ansonsten konnte Lanz zufrieden sein. Alle Kandidaten gewannen ihre Wetten. Siegerin in den Augen des TV-Publikums, das per Telefon abstimmte, war Nina Kaimer aus Augsburg. Die 28-Jährige schaffte es, innerhalb von 30 Sekunden die Zahl der Buchstaben einzelner Begriffe zu bestimmen und die Buchstaben dazu in die alphabetisch richtige Reihenfolge zu bringen. 50 000 Euro sind der Lohn.

Hunziker macht Lanz Mut

Zum Abschied legte die ganz in weiß gekleidete Assistentin Michelle Hunziker (35), die nach einer verlorenen Wette bei der Sommer-„Wetten, dass..?“-Ausgabe für eine Ausgabe im Einsatz sein musste, Markus Lanz kurz einen Arm um die Schulter und sprach ihm aufmunternd zu: „Das machst du wirklich toll“. Das hätte sie einem Thomas Gottschalk, der vor Lanz bis 2011 moderierte, wohl so nie gesagt.

Das passierte, kurz nachdem die Stadtwette geklappt hatte. Es erschienen mehr als 25 Augsburger in der Halle, die sich geschminkt und gekleidet hatten wie der dunkelhäutige Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer - beides Figuren aus der Augsburger Puppenkiste. Doch das ZDF handelte sich damit prompt den Ärger einiger Netznutzer ein: Auf Twitter entspann sich eine Debatte rund ums „Blackfacing“ - es gab wegen der dunkel geschminkten Gesichter Rassismus-Vorwürfe gegen das ZDF.

Der Sender verteidigte sich: Jim Knopf und Lukas seien Figuren aus den „erfolgreichsten und beliebtesten Kinderbüchern Deutschlands“. Der Aufruf an die Augsburger, sich als Ihre Stadtmaskottchen zu verkleiden, sei keineswegs mit dem in der Internetkritik immer wieder erwähnten „Blackfacing“ in Verbindung zu bringen.

dpa