„Wickie auf großer Fahrt“: Viel Mut, viele Ideen, kein Klamauk

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Gefangen genommen werden Wickie und die anderen Wikinger in Christian Ditters Film. Doch keine Sorge: Der schlaue Bub (Jonas Hämmerle) hat sicher schon eine gute Idee...

Über fünf Millionen Zuschauer wollten 2009 die Abenteuer des kleinen Wickie sehen. Mit Jonas Hämmerle fand man einen rotblonden Titelhelden, dem die Rolle des Wikingerjungen auf den Leib geschrieben schien. Hier der Kinotrailer:

Damals verhinderte Michael Bully Herbigs effekthascherische Regie noch den Blick aufs das Wesentliche. Christian Ditter macht im gelungenen zweiten Teil der Realverfilmung deutlich, um was es eigentlich geht in „Wickie und die starken Männer“: um Vater und Sohn nämlich, um den Unterschied zwischen Kühnheit und Mut, um Freundschaft und Treue.

Jonas Hämmerle spielt wieder den Wickie, und wie der Hauptdarsteller inzwischen vom Kind zum Jungen gereift ist, so wirkt die gesamte Produktion sorgsamer durchdacht und auf alle Altersgruppen zugeschnitten. Situationskomik gibt es natürlich noch zuhauf, doch auf den puren Klamauk des Vorgängers wusste Ditter glücklicherweise zu verzichten. Dafür setzt er eine neue 3D-Technik ein, die geschickt in die Handlung integriert ist und nicht wie in anderen 3D-Produktionen häufig von wilden Kamerafahrten und Reißschwenks begleitet wird, die kleine Zuschauer irritieren können.

„Wickie auf großer Fahrt“ ist nicht nur ein würdiger Nachfolger. Nein, diese Fortsetzung ist sogar noch besser, da liebevoller, ruhiger und warmherziger ausgearbeitet als der erste Teil.

Ulrike Frick

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