"Habe das auch durchgemacht"

Ferguson mischt sich in Kates Nacktskandal ein

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Sarah Ferguson ist auf Kates Seite.

London - In den Skandal um die Nacktfotos von Herzogin Kate mischt sich nun auch Sarah Ferguson ein, die Ähnliches erlebte. Der Palast kämpft inzwischen immer vehementer gegen die Magazine.

Im Skandal um die Oben-Ohne-Fotos erhält Herzogin Kate jetzt Zuspruch aus der eigenen Familie. Sarah Ferguson hat vor 20 Jahren Ähnliches erlebt. Die Herzogin von York war im August 1992 in Südfrankreich abgelichtet worden, als sie barbusig in der Sonne lag. Der Daily Mirror hatte die Fotos damals abgedruckt. Weil sie auf den Fotos einem amerikanischen Geschäftsmann verdächtig nahe gekommen war, trugen die pikanten Aufnahmen zur Scheidung von Prinz Andrew bei.

Für Kate empfindet Sarah Ferguson tiefes Mitgefühl. "Ich kann ihr wirklich nachfühlen. Ich habe das auch durchgemacht und weiß, wie das ist", sagte sie dem Online-Portal dailymail.co.uk. "Jeder hat das recht auf Privatsphäre. Das ist ein verheerender Eingriff in das Privatleben." Das Vorgehen der Magazine, die die Nacktfotos von Kate veröffentlichten, sei "bedauerlich, abscheulich und verachtenswert." Ferguson hält große Stücke auf Kate. Sie beschreibt sie als "wunderschöne, junge Frau, die einen großartigen Job für das Land leistet." Gerade deshalb würde ihr ein Privatleben mit Prinz William zustehen.

Prinz William & Kate: Ihre schönsten gemeinsamen Bilder

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Das Paar geht inzwischen auch strafrechtlich gegen die Veröffentlichung der Fotos vor. Nach französischen Medienberichten vom Montag stellte das britische Königshaus einen Strafantrag gegen Unbekannt. Damit ließen es die Kläger offen, ob die Staatsanwaltschaft in Frankreich gegen das Klatschmagazin Closer oder den Fotografen selbst vorgehen soll. Die Bilder sind neben Closer inzwischen auch in Irland und im italienischen Boulevardblatt Chi erschienen.

William und Kate (beide 30) haben bereits eine einstweilige Verfügung gegen Closer wegen Veröffentlichung der Fotos beantragt. Mit einer Anhörung vor Gericht hat am Montag in Nanterre bei Paris diese juristische Auseinandersetzung begonnen. Das Magazin hatte am Freitag in der französischen Ausgabe auf fünf Seiten Fotos der Herzogin von Cambridge beim Sonnenbad ohne Bikinioberteil in der Provence veröffentlicht. Frankreich hat sehr strenge Regelungen für Veröffentlichungen aus der Privatsphäre. Fotos einer Person aus dem privaten Umfeld dürfen nicht ohne Zustimmung verwendet werden. Eine Verurteilung der Praxis gilt als sehr wahrscheinlich.

In Italien veröffentlichte das Klatschmagazin Chi aus dem Berlusconi-Medienimperium am Montag eine 28-seitige Sonderausgabe. Darin druckte das Magazin nicht nur 18 Paparazzifotos, die Kate oben ohne zeigen, sondern spekulierte sogar über die Echtheit der Oberweite. Der Chefredakteur verteidigte die Ausgabe. Der Palast sollte die Sache mit „britischem Humor“ nehmen, schrieb Alfonso Signorini. Kate habe damit zur Verjüngung der Monarchie beigetragen.

msa/dpa