Allendorf und Bromskirchen legen Bauhöfe zusammen – 50 000 Euro vom Land

Teamarbeit: Allendorf und Bromskirchen legen ihre Bauhöfe zusammen. Das dokumentieren hier (von links) Bauhofleiter Horst Huhn (Allendorf), Bromskirchens Bürgermeister Karl-Friedrich Frese, Staatssekretär Werner Koch, Allendorfs Bürgermeister Claus Junghenn, Landtagsabgeordnete Claudia Ravensburg sowie die Bauhofmitarbeiter Günter Henkel (Allendorf) und Dietmar Knorra (Bromskirchen). Foto:  Paulus

Allendorf/Bromskirchen. Das Pressefoto, das vor den Reden geschossen wurde, zeigt, wie die Zusammenarbeit der beiden Bauhöfe aus Allendorf und Bromskirchen funktioniert: Die Allendorfer hatten ihre Rasenmäher mit nach Bromskirchen gebracht, wo sie der Bromskircher Dietmar Knorra, gelernter Kfz-Mechaniker, repariert.

Drinnen, im wärmeren Dorfgemeinschaftshaus von Bromskirchen, drückte sich der Nutzen der Bauhöfe-Fusion dann auch finanziell aus: Werner Koch, Staatssekretär im Hessischen Innenministerium, übergab der Verwaltungsgemeinschaft Allendorf/Bromskirchen, unter deren Dach die Bauhöfe nun arbeiten, einen Bewilligungsbescheid über 50 000 Euro.

Die Zusammenlegung der beiden Bauhöfe ist nun ein weiterer Schritt in der Zusammenarbeit der beiden Nachbargemeinden Allendorf und Bromskirchen. Nachdem sie sich zunächst nur einzelne Bereiche der Verwaltung geteilt hatten (Standesamt, Gemeindekasse), folgte zum 1. Januar 2015 die Zusammenlegung aller Verwaltungsaufgaben. Dafür gab es vom Land bereits eine Förderung von 300 000 Euro.

Ob dieses Geld gerechtfertigt war, müssen die beiden Bürgermeister dem Land bis Ende April mit einem Sachbericht nachweisen. „Das klappt auf jeden Fall“, ließ Bromskirchens Bürgermeister Karl-Friedrich Frese bereits durchblicken. „Sie hätten das sicher nicht gemacht, wenn es einer Gemeinde einen Nachteil bringen würde“, sagte auch Staatssekretär Werner Koch.

Die Bauhöfe seien nun ein weiterer Meilenstein, sagte Allendorfs Bürgermeister Claus Junghenn. Hier wie in der Verwaltung habe es zuvor die Zustimmung der Mitarbeiter und der politischen Gemeindegremien gegeben. Das sei auch das Erfolgsrezept, sagte die Landtagsabgeordnete Claudia Ravensburg (CDU): „Sie sind zusammengegangen, ohne dass es Druck oder Zwang gab.“

Die jüngste Entscheidung des Bromskircher Parlaments für einen ehrenamtlichen Bürgermeister ab 1. Januar 2017 sei „ganz wichtig für die weitere Entwicklung der Verwaltungsgemeinschaft“, sagte Junghenn. Wie berichtet, will sich sein Kollege Karl-Friedrich Frese um dieses Ehrenamt bewerben. Wahl ist am 3. Juli. „Es ist entscheidend, dass die handelnden Personen weiter an der Spitze der Verwaltungsgemeinschaft stehen“, machte Junghenn deutlich.

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Von Jörg Paulus

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