Pilot schwebt in Lebensgefahr

Flugzeug bei Allendorf-Eder abgestürzt: Pilot von Förster im Wald entdeckt

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Allendorf/Eder. Kleinflugzeug abgestürzt, so die Benachrichtigung der Polizei am Dienstag um kurz nach 18 Uhr: Im Wald zwischen Allendorf/Eder und Osterfeld, nur wenige hundert Meter vom Allendorfer Flugplatz entfernt, ist ein Sportflugzeug vom Typ Piper PA28 in die Bäume gekracht.

Abtransport in der Dämmerung mit einem Rettungshubschrauber.

Der Pilot, so heißt es an der Absturzstelle, habe sich selbst aus dem Flugzeug befreien können, er sei später kollabiert. Ein Förster habe die Maschine und den Mann im Wald entdeckt. Beim Piloten handele es sich um einen 29-jährigen Mann, der im Oberen Edertal wohnt. Er hat den Absturz schwerstverletzt überstanden, habe viel Blut verloren und innere Verletzungen, sei aber ansprechbar gewesen. Er schwebe in Lebensgefahr – so die Aussage am Dienstagabend an der Absturzstelle.

Blick auf die Unglücksstelle.

Der junge Mann habe den Rettungskräften berichtet, dass er der einzige Insasse des Sportflugzeugs gewesen sei, das Platz für vier Personen bietet. „Wir haben den Wald aber sicherheitshalber doch abgesucht“, sagt Allendorfs Gemeindebrandinspektor Horst Huhn, der den Einsatz leitet. Nachdem der Flugzeugpilot fast eine Stunde lang im Wald versorgt und stabilisiert worden ist, fliegt ihn ein Rettungshubschrauber in die Uniklinik nach Marburg. Er kommt dort in den Schockraum zur Erstversorgung schwerverletzter Notfallpatienten.

Zuletzt aktualisiert um 6.40 Uhr. 

„Am Mittwochmorgen kommen Experten von der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung“, sagt Ottmar Vöpel. Der Leiter der Frankenberger Polizeistation ist selbst Pilot beim Luftsportverein in Allendorf. Auch die Staatsanwaltschaft wurde eingeschaltet, um die Ursache des Absturzes zu klären. Die Absturzstelle wurde deshalb über Nacht von der Polizei bewacht.

Der Flugschüler hatte ab 15.45 Uhr mit seinem Fluglehrer gemeinsam Starts und Landungen absolviert, um sich auf die praktische Flugprüfung vorzubereiten. Die theoretische Prüfung hatte er bereits bestanden. Nach einigen gemeinsamen Starts und Landungen setzte der Flugschüler seine Flugstunden alleine weiter fort, der Fluglehrer beobachtete ihn dabei aus dem Tower.

Zur Absturzzeit setzte der Flugschüler zur Landung an, musste aber noch eine Platzrunde drehen, weil ein weiterer Jet starten wollte. Auf dieser Platzrunde meldete er technische Schwierigkeiten und verschwand im Sinkflug aus dem Sichtfeld des Towers und stürzte in das nahegelegene Waldstück.

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