Bauern mit viel Land bevorzugt?

Asphalt hier, Holperpiste da: Bottendorfer kritisiert Feldwege

Der Bottendorfer Heinz Bomm fordert von den Jagdgenossen mehr Gleichbehandlung beim Feldwegebau. Fotos: Biedenbach

Bottendorf. Der Bottendorfer Heinz Bomm wirft den Jagdgenossen vor, dass sie beim Feldwegebau die Bauern mit viel Land bevorzugten.

„Messen die Bottendorfer Jagdgenossen mit zweierlei Maß?“ Das fragt der Hobbylandwirt Heinz Bomm (75) und meint damit den unterschiedlichen Zustand der Feldweg westlich und östlich des Burgwalder Ortsteils.

In der westlichen Feldgemarkung in Richtung Burgwaldkaserne, „da, wo die großen Bauern ihr Land haben, kann man kilometerweit mit dem Auto kreuz und quer über Asphaltwege fahren und jederzeit in Pantoffeln spazieren gehen“, sagt Bomm. „Geht man aber in Richtung Gemarkung Linnerberg spazieren, braucht man bei feuchtem Wetter Gummistiefel.“ Dort, wo Hobbylandwirte kleine Äcker und Wiesen bewirtschaften, seien die Wege marode und voller Löcher.

Heinz Bomm führt die HNA durch die beiden Gemarkungen. Tatsächlich ist zum Beispiel der steile Feldweg zum Linnerberg zum Teil von Wasser ausgespült, voller Unebenheiten und bei Regen bilden sich große Pfützen. In gutem Zustand sind hingegen die Feldwege westlich des Ortes. „Die Ungleichbehandlung ist nicht in Ordnung, da muss etwas geschehen“, kritisiert er.

„Wir wollen ja gar nicht, dass im Bereich Linnerberg asphaltiert wird, aber die Wege sollten zumindest eine Schotterdecke erhalten und regelmäßig ausgebessert werden“, fordert er. Bei den Bottendorfer Jagdgenossen sei er mit seinem Anliegen bisher aber auf taube Ohren gestoßen.

Die HNA hat bei Lothar Thiele, dem Vorsitzenden der Bottendorfer Jagdgenossen, nachgefragt. Er könne sich an eine solche Nachfrage Bomms gar nicht erinnern, erklärt Thiele und stellt in Aussicht: „Wenn Heinz Bomm den Vorstand anspricht, werden wir uns darum kümmern.“

Wie es zur Entstehung der Asphaltwege kam und was Thiele noch entgegnet, das lesen Sie in der gedruckten Donnerstagausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

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