Zuschüsse von mehreren tausend Euro

Zehn Projekte in der Region Kellerwald bereits bewilligt

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Die Verwaltung des Nationalparks Kellerwald-Edersee wird neu organisiert, das Amt wird ab 1. Januar als Sonderbehörde dem hessischen Umweltministerium in der Fach- und Dienstaufsicht unterstellt.

Bad Wildungen. Die neue Förderphase des europäischen Leader-Programms von 2014 bis 2020 hat „erfreulicherweise schnell Fahrt aufgenommen“. Auch der Kellerwald werde berücksichtigt.

Das berichtete der Vorsitzende der Region Kellerwald-Edersee - auch Kellerwaldverein genannt -, der Bad Wildunger Bürgermeister Volker Zimmermann, in der jüngsten Mitgliederversammlung in Fritzlar. Zehn Projekte wurden inzwischen bewilligt. Nach Angaben der zuständigen Sachbearbeiterin des Landkreises, Irmhild Weber, liegen das Zuschussvolumen bei 380.338 Euro und die förderfähigen Kosten bei 842.788 Euro. Darüber hinaus liegen über 40 Anfragen vor.

„Zur Beurteilung der Förderprojekte muss sowohl die Förderrichtlinie als auch das Regionale Entwicklungskonzept sowie der darin aufgestellte Finanzierungsplan herangezogen werden“, erklärte der Vorsitzende. Darüber hinaus sei der Projektbewertungsbogen zentrales Instrument für eine Projektbeurteilung und Grundlage für die Projektpriorisierung.

Lisa Küpper, Regionalmanagerin des Vereins, stellte die bewilligten Projekte vor. Unter anderen sind dabei folgende Vorhaben zu nennen:

In Vöhl-Schmittlotheim, wo es weder eine Einkehrmöglichkeit noch ein Dorfgemeinschaftshaus gibt, wurde ein gastronomischer Betrieb mit Pension neu gegründet; das Landgasthaus Zum Elsebach. Das Vorhaben hat eine hohe Bedeutung für die Entwicklung des Dorfes und die Besucherlenkung im Nationalpark.

Die bereits vor einigen Jahren geförderte Naturbühne von Bergfreiheit wird derzeit um einige infrastrukturelle Neuerungen erweitert. Die oberhalb des Ortes idyllisch am Ortsrand gelegene Bühne, die Bergfreiheit als Schneewittchendorf bekannt gemacht hat, soll ein Lager und behindertengerechte Toiletten erhalten.

In Gilserberg soll der Betrieb eines Bürgerbusses verstetigt werden. Das Angebot richtet sich an die nicht motorisierte Bürgerschaft, insbesondere sollen Senioren und Kinder mit jeweils eigenen Angeboten angesprochen werden. Der Bürgerbus ist für die Nutzer kostenlos und wird von ehrenamtlichen Ruheständlern gefahren.

In Zusammenhang mit der Reaktivierung der Bahnstrecke Frankenberg-Korbach kann die Region das Zertifikat „Fahrtziel Natur“ erwerben. Hierfür muss auch der örtliche Personennahverkehr optimiert und zielgruppenorientiert weiterentwickelt werden. Eine aus dem Leader-Programm geförderte Projektmanagement-Stelle soll Einbau und Weiterentwicklung von Fahrtziel-Natur-Angeboten koordinieren.

In Immighausen entsteht derzeit ein NaturErlebnisHof. Auf einem Bio-Betrieb sollen landwirtschaftliche Erzeugnisse hergestellt, verarbeitet und verkauft werden. Außerdem wird es pädagogische Angebote, kulturelle Veranstaltungen und Aktionen für Kinder und Erwachsene geben, die sich insbesondere an die Feriengäste der Region richten. Eine Zusammenarbeit mit Tourismusanbietern, dem Naturpark und dem NABU ist eingeleitet. (nh/sch)

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