Autos werden regelmäßig gefahren

81-jähriger aus Berghofen ist passionierter Oldtimer-Fan

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Liebhaber alter Autos: (von links) Claus Czekala und Walter Schäfer vom Club Classic Cars Hatzfeld auf Schäfers Hof in Berghofen mit Czekalas Fiat 500R Berlina und Schäfers Isetta 250. 

Berghofen/Hatzfeld. Manchmal ist das Schrauben schöner als das Fahren. Zumindest für Walter Schäfer, der das älteste Mitglied im Club Classic Cars Hatzfeld ist.

„Richtig glücklich bin ich in meiner Werkstatt“, sagt der 81-jährige Oldtimer-Fan. Das Schrauben und Fahren hält ihn fit: „In dem Alter braucht man auch so ein Hobby“, erklärt Ehefrau Helene Schäfer.

Früher sei sie oft im Beiwagen von Schäfers BMW R50 mitgefahren, inzwischen ist es meist ein Sandsack. Denn Aus- und Einsteig erforderten eine gewisse Flexibilität und man spüre jede Erschütterung. Trotzdem unterstützt Helene Schäfer ihren Mann tatkräftig bei seinen Hobbies. Gemeinsam haben sie schon viele Projekte gestartet. Sie erinnert sich noch gut an die Fahrt mit dem Schlepper nach Eisenach. Eigentlich hatten Schäfers nach Berlin gewollt, um durch das Brandenburger Tor zu fahren. Das habe aber in letzter Minute die Verwaltung doch noch abgelehnt.

„Ohne Unterstützung der Frau geht das auch nicht“, sagt Schäfer. Denn es ist ein teures, zeitintensives und manchmal auch frustrierendes Hobby: „Man bleibt schon öfters mal liegen“, sagt Schäfer. Daher hat er auch immer eine Abschleppstange im Kofferraum liegen. Seine Schätze sollen nicht nur in der Werkstatt und auf dem Hof stehen, sondern werden regelmäßig ausgeführt. Dieses Jahr war er zum Beispiel auf einer langen Fahrt im Harz unterwegs.

Schrauben, Motorräder und Autos lagen Schäfer schon immer am Herzen: „Das habe ich von meinem Papa“. Eigentlich habe er das auch zu seinem Beruf machen wollen, aber es sei eine andere Zeit gewesen. So wurde er Baggerfahrer und Landwirt. Aber die Begeisterung blieb. Er hat viele landwirtschaftliche Geräte seiner Familie erhalten, etwa eine Schrotmühle aus dem Jahr 1927 und einen alten Ackerpflug. Seine neueste Errungenschaft ist eine BMW Isetta 250 (Baujahr 1955). Das Motocoupé ist eine Mischung aus Motorrad und Auto.

Denn die große Leidenschaft von Schäfer sind die Motorräder. Auf seinem Hof finden sich etwa eine BMW R50 mit Beiwagen, eine Horex Resident 350 und eine NSU Quick 98. Auch Schäfers allererster Oldtimer, den er 1981 kaufte, war ein Motorrad: eine Zündapp DB 200. Die hatte sentimentalen Wert. Denn das Modell war Schäfers erstes eigenes Gefährt. Nachdem er den Führerschein der Klasse 4 gemacht hatte, kaufte er sich für gut 1000 Deutsche Mark dieses Motorrad. Das landete 1970 allerdings beim Schrotthändler. Das soll nicht noch einmal passieren und so pflegt Schäfer sein Schätzchen liebevoll.

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