Bottendorfer gehen gegen geplantes Silolager vor

Planung des Bodenverband Waldeck-Frankenberg: So soll das Lager für erneuerbare Energien bei Bottendorf aussehen. Foto: nh

Bottendorf. Ein Zusammenschluss von etwa zwölf Bottendorfer geht rechtlich gegen den Bebauungsplan Winterstrauch vor, der den Bau eines Silolagers erlaubt.

Die in der Bottendorfer Feldgemarkung geplanten Lagerflächen für erneuerbare Energien werden das Hessische Verwaltungsgericht beschäftigen. Die Bottendorfer Interessensgemeinschaft (IG) - ein Zusammenschluss von etwa einem Dutzend Bürger - hat beschlossen, gegen den Bebauungsplan Winterstrauch vorzugehen. Er ermöglicht, wie berichtet, dem Bodenverband Waldeck-Frankenberg den Bau von Lagerflächen für Silo, Hackschnitzel und Gülle.

Die IG hält den Bebauungsplan für fehlerhaft und damit für unwirksam. Das soll der Verwaltungsgerichtshof prüfen. Durch Spenden der IG-Mitglieder sollen die Kosten - unter anderem für die Rechtsanwältin - gedeckt werden, sagte eine Sprecherin der HNA.

Was hat die IG gegen das Vorhaben einzuwenden und wie will sie rechtlich vorgehen? Das erläutert die von der IG beauftragte Rechtsanwältin Percia Hanke im HNA-Interview.

Frau Hanke, wie wollen Sie rechtlich gegen den Bebauungsplan Winterstrauch vorgehen, den die Burgwalder Gemeindevertretung vergangene Woche beschlossen hat?

Percia Hanke: Wir werden die Normenkontrolle einleiten. Das heißt: Wir beantragen die Überprüfung des Bebauungsplans durch den Hessischen Verwaltungsgerichtshof in Kassel, das höchste Verwaltungsgericht des Landes Hessen, dahingehend, ob der Bebauungsplan fehlerhaft und damit unwirksam ist. Wir meinen, das ist der Fall.

Welche Einwände hat die Bottendorfer Interessensgemeinschaft gegen den Bebauungsplan?

Hanke: Es sind in erster Linie gesundheitliche Bedenken. Sporen von Schimmelpilzen, die unstrittig bei der Lagerung von Holzhackschnitzeln in großen Mengen entstehen, können in die Umgebungsluft gelangen, da keine Einhausung der Haufwerke festgesetzt wird. Diese Gefahr wird in der Immissionsprognose des Bebauungsplans nur unzureichend und oberflächlich gewürdigt. Es hätte aber nach unserer Ansicht sorgfältig untersucht werden müssen, welche Auswirkungen für die Menschen im Siedlungsgebiet und für Spaziergänger bestehen.

Welche weitere Kritik haben die Bottendorfer? Wie wollen Sie den Baubeginn verhindern oder den Bau unterbrechen? Mit welchen Gerichtskosten ist zu rechnen?

Antworten auf diese und weitere Fragen in der gedruckten Samstagausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine

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