Brexit: Partnerstädte wollen Kontakt verstärken 

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Ein Höhepunkt für Battenbergs englische Partnerstadt Romsey: Queen Elisabeth und Prinz Philip kamen 2007 zu Besuch und wurden mit Fahnen bejubelt.

Frankenberg. Großbritannien will die EU verlassen. Wir haben dazu Stimmen aus Waldeck-Frankenberg eingesammelt: von Vertretern von Partnerschaftsvereinigungen bis hin zu den Leuten auf der Straße.

„I am sad“ (Ich bin traurig), sagt Denis Baldry von der Frankenberger Partnerstadt Manningtree im Südwesten Englands über den Ausgang des EU-Referendums in England. Er habe nun Befürchtungen für die Zukunft, werde aber mit positiver Grundeinstellung weiterleben, schreibt er per E-Mail auf Anfrage dieser Zeitung.

Schon am Freitagmorgen sendete der Vorsitzende der englischen Partnerschaftsvereinigung einen Brief an die „Freunde in Frankenberg“, in dem er seine Besorgnis ausdrückte: „Wir sehen unsicheren Monaten entgegen. Das sind komplexe Zeiten, und die Konsequenzen des britischen Votums werden uns bald erreichen.“

Baldry erinnert daran, dass Frankenberg und Manningtree seit 45 Jahren verbunden sind und erst kürzlich eine Gruppe Frankenberger in dem englischen Städtchen am Fluss Stour zu Gast war. Die Kantorei der Liebfrauenkirche Frankenberg und die Stour Choir Society Manningtree gestalteten dabei ein gemeinsames Konzert.

„Wir haben gemeinsam viele gute Zeiten geteilt und werden dies auch in Zukunft tun“, schreibt Baldry. Und er hat folgende „Botschaft“ an die Frankenberger Freunde: Die englischen Freunde werden sich dafür einsetzen, das Band zu den Frankenbergern noch zu verstärken.

Erhard Wagner, der Vorsitzende der Frankenberger Partnerschaftsvereinigung hat bereits ab 5.30 Uhr die Nachrichten zum Resultat des EU-Referendums in England verfolgt. Er befürchte Nachteile für den europäischen Einigungsgedanken und stärkere Betonung auf die Nationalstaaten, befeuert von Populisten. Er fordert deshalb für die Zukunft: „Wir dürfen die EU nicht ins Negative ziehen, sondern müssen verstärkt das Positive hervorheben.“

Für die Partnerschaft sieht er die konkrete Auswirkung, dass es wohl formal schwieriger sein wird, nach England zu reisen.

Welche Positionen Vertreter anderer Partnerschaftsvereinigungen einnehmen und was unsere Umfrage unter Passanten ergab, lesen Sie in der gedruckten Samstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine

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