Bromskirchen: Tendenz geht zum ehrenamtlichen Bürgermeister

Sieht im Ehrenamt eine Chance: Bürgermeister Karl-Friedrich Frese würde nach Ablauf seiner vierten Amtszeit bei der Wahl eines ehrenamtlichen Bürgermeisters für Bromskirchen wieder antreten. Foto: Skupio

Bromskirchen. Zurück zu den Ursprüngen: Ab 2017 könnte Bromskirchen wieder von einem ehrenamtlichen Bürgermeister verwaltet werden.

Darüber entscheiden die Gemeindevertreter in ihrer Sitzung am 3. Februar. „Das ist eine Chance, die wir nutzen sollten“, sagt Bromskirchens Bürgermeister und Ex-Landratskandidat Karl-Friedrich Frese, dessen vierte Amtszeit am 31. Dezember 2016 endet. Nur bei der Wahl eines ehrenamtlichen Bürgermeisters würde er erneut antreten.

Um die Weichen für die Wiedereinführung eines ehrenamtlichen Bürgermeisters zu stellen - erst die Gebietsreform hatte 1976 einen hauptamtlichen erfordert - muss die Hauptsatzung der Gemeinde geändert werden. Voraussetzung ist eine Zweidrittel-Mehrheit. Kommt die nicht im ersten Durchgang zustande, ist der Vorschlag vom Tisch.

Die Mehrheit des Gemeindevorstands habe sich aber dafür ausgesprochen und auch die Fraktionen hätten zugesagt, „den Schritt zu gehen“, sagt Frese. Die Satzung könne jederzeit wieder geändert werden - dafür würde die normale Mehrheit reichen. Nach Ablauf der Wahlperiode würde dann wieder ein hauptamtlicher Bürgermeister gewählt.

Frese sieht durch das Ehrenamt großes Einsparpotential: „Die Verwaltungstätigkeit des Bromskirchener Bürgermeisters liegt bei 70 Prozent.“ Dank der Zusammenarbeit mit Allendorf/Eder habe man bereits große Einspareffekte erreicht. „Wir sind besser gefahren als erhofft“, sagt Frese, der demnächst konkrete Zahlen vorlegen will. „Auch wenn viele dachten, sie würden abgehängt, funktioniert die Verwaltungsgemeinschaft gut.“

Allein für den Aufwand eines hauptamtlichen Bürgermeisters erwartet Frese Einsparungen in Höhe von 100.000 Euro - abzüglich der noch nicht festgelegten Aufwandsentschädigung für den Ehrenamtlichen. Zusätzlich sei eine „nennenswerte Förderung“ durch das Land Hessen zu erwarten.

Wo konkret noch gespart werden könnte, lesen Sie in der gedruckten Wochenendausgabe der Frankenberger Allgemeinen.

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