Flüchtlinge aus Pakistan arbeiten als Ein-Euro-Jobber bei der Gemeinde Burgwald

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Unterstützen den Bauhof: (von links) Navid Achmed, Masood Akhtak, Said Mohamed und Fazil Abbas aus Pakistan schneiden zusammen mit dem Burgwalder Bauhofmitarbeiter Mario Engeland (Mitte) auf dem Friedhof in Burgwald die Hecke.

Burgwald. Die Gemeinde Burgwald beschäftigt auf ihrem Bauhof vier Flüchtlinge als Ein-Euro-Jobber. Die vier jungen Männer aus Pakistan hatten laut Bürgermeister Lothar Koch bei der Gemeinde nachgefragt, welche Arbeit sie verrichten könnten.

„Ist zu langweilig“, sagt Navid Achmed, einer der vier Männer aus Pakistan. „Arbeit ist gut für Gesundheit“, pflichtet ihm Said Mohamed bei. Die vier Männer leben zusammen in einer Wohnung in Burgwald. Sie sind alle etwa seit einem halben Jahr in Deutschland, kannten sich vorher aber nicht.

Bis ihr Aufenthaltsstatus geklärt ist, dürfen sie keine reguläre Arbeit annehmen. Das Nichtstun bekomme ihnen nicht, schildern die Männer auf Deutsch und Englisch. „Man muss dann viel denken“, sagen sie und meinen damit auch die Sorgen um ihre Familienangehörigen in Pakistan.

Bürgermeister Koch freute sich über das Angebot der vier jungen Männer, sich nützlich zu machen, und stellte sie als Ein-Euro-Jobber ein. Ausgestattet mit Arbeitskleidung, unterstützen sie nun den Bauhof der Gemeinde. So schnitten sie gemeinsam mit Bauhofmitarbeiter Mario Engeland auf dem Burgwalder Bauhof die Hecke.

„Wir kommen schon klar. Es ist eine gute Truppe“, sagt der Bottendorfer. „Wir verständigen uns mit Händen und Füßen“.

Für die Flüchtlinge ist die Zusammenarbeit mit dem deutschen Kollegen auch ein Anlass, Deutsch zu sprechen. „So können wir lernen“, sagt Said Mohamed. „Und wir fühlen uns besser“, fügt er hinzu und meint, dass die Tätigkeit auch das Selbstbewusstsein stärkt.

In ihrer Heimat waren sie als Gärtner, Anstreicher, Koch, Wachleute und Handy-Verkäufer tätig, schildern sie.

„Das ist eine Maßnahme zur Integration“, sagt Bürgermeister Koch. Ihm ist auch die Außenwirkung wichtig. „Die Menschen sehen, dass die Flüchtlinge arbeiten.“ Und die jungen Männern könnten sich so noch ein Taschengeld verdienen.

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