Gina Burgess-Winning möchte in Laisa „Stolpersteine“ verlegen lassen

Erinnern an Opfer, die keine Gräber haben

Laisa. Kleine Steine legen Menschen jüdischen Glaubens auf die Gräber verstorbener Menschen. „Stolpersteine“ hat der Künstler Gunter Demnig in vielen Städten der Bundesrepublik auf Gehwegen verlegt, um an das Schicksal jüdischer Menschen zu erinnern. 

Sie wurden von den Nationalsozialisten verfolgt, gequält und millionenfach ermordet oder in den Selbstmord getrieben wurden. Drei „Stolpersteine“ möchte die Engländerin Gina Burgess-Winning an der Kirchstraße in Laisa verlegen, um an den ehemaligen Wohnort ihrer Großeltern Willy und Bertha sowie ihres Onkels Ernst Freudenthal zu erinnern, die im Jahr 1942 in den polnischen Vernichtungslagern Majdanek und Sobibor einen grausamen Tod starben.

Gina Burgess-Winning hatte im Mai vergangenen Jahres den Battenberger Ortsteil Laisa besucht und einen freundlichen Kontakt zur Familie Michel/Riedesel hergestellt, die im Jahr 1970 an der Stelle ein neues Haus gebaut haben, wo das Elternhaus ihrer Mutter Lore Freudenthal gestanden hatte. Dieses Haus war 1970 abgerissen worden (HNA berichtete). Die Familie Michel/Riedesel ist nach Auskunft von Bürgermeister Heinfried Horsel damit einverstanden, dass vor ihrem Haus „Stolpersteine“ verlegt werden.

Auch der Ortsbeirat von Laisa, der Ältestenrat und der Magistrat der Stadt Battenberg haben laut Bürgermeister Horsel dem Vorhaben zugestimmt. (off) Mehr lesen Sie in der gedruckten Samstag-Ausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine

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