Gemeinsames Feuerwehrgerätehaus geplant

30.000 Euro für Feuerwehr-Fusion in Dainrode und Allendorf

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Mit vereinten Kräften: (von links) Allendorfs Ortsvorsteher Dirk Michel, sein Dainroder Amtskollege Alexander Küster, Allendorfs stellvertretender Wehrführer Klaus Wilke, Wehrführer Mario Seitz, Schriftführer Dirk Ungemach von der Feuerwehr Dainrode und Dainrodes stellvertretender Wehrführer Stefan Hecker freuen sich auf die Zusammenarbeit.

Dainrode/Allendorf. Auf dem Weg zu der Fusion der beiden Feuerwehren aus Allendorf/Hardtberg und Dainrode ist eine weitere Hürde genommen: Für das geplante gemeinsame Feuerwehrgerätehaus erhielt Frankenau nun einen Landeszuschuss von über 30.000 Euro.

Das Geld für das Bauprojekt stammt aus dem Förderprogramm für Interkommunale Zusammenarbeit (IKZ). Was menschlich bereits zusammengewachsen sei, solle jetzt auch räumlich zusammenwachsen, sagte Frankenaus Bürgermeister Björn Brede am Mittwoch bei der Übergabe des Bewilligungsbescheides. „Das ist genau die Spritze, die wir brauchen für das gemeinsame Ziel“, erklärte Brede mit Blick auf die geplante Fusion der beiden Stadtteilwehren. Das Geld sei der Grundstock für die Zusammenlegung.

Brede kündigte an, in den nächsten 14 Tagen mit allen Beteiligten die beiden derzeit vorliegenden Lösungen für ein neues Gerätehaus zu diskutieren und einen neuen „Schlachtplan“ auszuarbeiten. In Allendorf/Hardtberg hätten sich zwei neue Möglichkeiten aufgetan, die jetzt ausgelotet werden müssten.

Sowohl der mittlerweile aus dem Amt geschiedene ehemalige Wehrführer aus Dainrode, Alexander Küster, als auch Allendorfs Wehrführer Mario Seitz hatten in der Vergangenheit mehrfach betont, dass die freiwillig angestrebte Fusion nur „unter einem gemeinsamen Dach“ in Frage käme.

Man habe sich auf einen gemeinsamen Standort geeinigt, jetzt sei die Stadt gefordert, dass es „ein bisschen zügiger umgesetzt wird“, sagte Alexander Küster, der in Dainrode auch Ortsvorsteher ist. „Wir machen mittlerweile Übungen mit 20 Leuten, wo wir früher nur drei oder vier waren“, so der ehemalige Wehrführer. „Wir verstehen uns wirklich gut.“

Mario Seitz sprach im Hinblick auf den Bewilligungsbescheid von einem „freudigen Ereignis“. Die Fusion habe mehr Vorteile als Nachteile. „Wir freuen uns darauf, unter ein gemeinsames Dach zu kommen“, betonte er. Dies sei allerdings aber auch zwingende Voraussetzung. „Das Geld ist gut angelegt“, merkte Allendorfs Ortsvorsteher Dirk Michel an und verwies ebenfalls auf die gute Zusammenarbeit der beiden Frankenauer Ortsteile.

Das Förderprogramm IKZ sei eines der besten, das es derzeit für den ländlichen Raum gebe, sagte die Landtagsabgeordnete Claudia Ravensburg, die den geplanten Zusammenschluss der Wehren im Hinblick auf den demografischen Wandel und ein geändertes Arbeitsverhalten „konsequent“ nannte. Die Identität vor Ort solle damit nicht verloren gehen.

Es sei sehr wichtig, dass die Feuerwehren in den kleinen Orten funktionierten, betonte Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke, der den Bewilligungsbescheid für die 30.000 Euro übergeben hatte. Er hoffe, dass die Attraktivität der beiden Wehren durch die Fusion gesteigert werde - die Einsatzkraft werde es auf jeden Fall.

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