Kraft des Motors gespürt: HNA stieg ins Drift-Auto ein

Gleich geht es los: Michael Pilger (rechts) und Marco Schelberg sind bereit, um ein paar Runden im Parcours zu drehen. Fotos: sm

Frankenau. Zum zweiten Mal fand in Frankenau die Gymkhana-Drift-Show statt. Unser HNA-Mitarbeiter Marco Schelberg verschaffte sich am Sonntag selbst den besten Eindruck, indem er bei einer Drift-Taxifahrt mitfuhr.

Dass ein Auto quer zur Fahrtrichtung fährt, kannte ich bislang nur aus Filmen wie „The Fast and the Furious“. Vielleicht noch nach Schneefall, wenn man auf einem Parkplatz ausprobieren wollte, wie sich ein Wagen beim Rutschen über Schnee und Matsch verhält.

Das ist aber nichts im Vergleich dazu, was die so genannten „Drift-Cars“ von Michael Pilger und seinem Drift-Team leisten können. Am zweiten Tag ihrer Drift-Show auf dem Parkplatz am Stauweiher des Ferienparks Frankenau durfte ich mir selbst ein Bild von der Leistung von Auto und Fahrern machen - und das auf dem Beifahrersitz von Michael Pilgers BMW.

Kaum sitzt man festgegurtet in dem Wagen, spürt man schon die Leistung des Motors, obwohl dieser nur im Leerlauf vor sich hin brummt, dazu sehr warme Innenraumtemperaturen. Michael Pilger bringt den BMW in Position. Vor uns ist nicht sehr viel Straße, dazwischen ein paar große Tonnen, am Ende das Rondell des Ferienparkeingangs.

Um die Tonnen: Bei der Drift-Show in Frankenau war Präzision gefragt.

Dann geht es auch schon los. Pilger beschleunigt den Wagen und führt den Drift in das Rondell ein. Mehrere Runden fahren wir in hoher Geschwindigkeit quer durch den Kreisel, dann geht es in den Parcours. Die Beschleunigung und das abrupte Abbremsen des Wagens drücken einen entweder in den Sitz oder in den Gurt.

Spektakulär wird es, als Michael Pilger den Wagen Zentimeter genau um die Tonnen driften lässt. Ich spüre die Kräfte, die mich an den Rand des Schalensitzes drücken, während ich die umdriftete Tonne beobachte, die scheinbar still am linken Außenspiegel zu stehen scheint.

Die Präzision, mit der die Motorkraft gebändigt wird, ist beeindruckend. Lenken, bremsen, runterschalten, hochschalten und schon geht es zur nächsten Tonne. Während meiner Fahrt kommen noch zwei weitere Team-Mitglieder mit ihren Fahrzeugen auf den Parcours, mit drei Fahrzeugen driften wir nun um den Kreisel.

Hochkonzentriert und intuitiv beherrscht Michael Pilger seinen Wagen. Angst, wenn Bäume oder die Heuballenbegrenzung im Kreisel näherkommen, bleibt bei mir jedenfalls aus, obwohl die Fahrt durch den anhaltenden Regen gefährlicher ist als bei trockener Straße. Trotz höchster Konzentration erklärt Michael Pilger locker sein Hobby und seinen Wagen. Nach weiteren Runden kommen wir zum Stehen.

„Leider hatten wir am heutigen Sonntag durch den Regen keine qualmenden Reifen“, sagt Pilger, das mache den Reiz für Zuschauer aus. Trotzdem waren aber viele am Wochenende gekommen, um den Driftern - auch bei Regen - zuzusehen. Die Begeisterung für diesen Sport kann ich jedenfalls nachvollziehen: Die Geschwindigkeit, die Kraft der Motoren, die Kräfte, die auf den Körper einwirken. Das alles schafft eine Mischung, die süchtig machen kann. Aber selbst wenn man nicht mitfährt: Die Artistik der Fahrer mit ihren Wagen und die Geräuschkulisse machen auch als Zuschauer Spaß.

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