Kultur-Arche in Frankenau steht für Besucher offen

Der Anker ist geworfen: Die neue Kultur-Arche in Frankenau ist ab sofort für Besucher zugänglich. Am vergangenen Pfingstsonntag wurde sie offiziell eingeweiht. Fotos: Battefeld

Frankenau. Die Kulisse war perfekt: Eingerahmt von Pferden, Kühen, Schafen, Kaninchen und Federvieh wurde am Pfingstsonntag die Kultur-Arche nach einjähriger Bauzeit mit einer feierlichen Schiffstaufe offiziell eingeweiht und hat damit endgültig den „sprichwörtlichen Anker" in Frankenau geworfen, wie Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke in seinem Grußwort vor rund 250 Besuchern anmerkte.

An Bord der Arche gingen allerdings - anders als in der biblischen Geschichte - anschließend keine Tiere, sondern ausschließlich Menschen. Sie begutachteten die erstmals geöffnete Aussstellung im Inneren der rund 137 000 Euro teuren neuen Informations- und Aussichtsplattform. Angeboten wurden zudem Planwagenfahrten und geführte Wanderungen durch die Arche-Region.

Begonnen hatte der Pfingstsonntag mit einem von Pfarrer Dr. Harald Wahl gestalteten Gottesdienst in der Kellerwaldhalle. „Ich taufe dich auf den Namen Kultur-Arche“, sagte Taufpatin Hannah Scheerer, bevor sie die obligatorische Sektflasche am Schiffsrumpf zerschellen ließ. „Endlich ist es soweit“, hatte Rainer Lange vom Arche-Verein zuvor erfreut angemerkt. „Treten sie ein und lassen sie sich mitnehmen auf eine Reise durch die wunderschöne alte Kulturlandschaft von Frankenau und Umgebung.“

Im Mittelpunkt der zahlreichen Grußworte standen Dank und Anerkennung an die beteiligten Akteure, allen voran den Sponsoren und den Mitgliedern des Arche-Vereins, die das Projekt in Zusammenarbeit mit der Stadt Frankenau und dem Zweckverband Kellerwald-Edersee als Träger des Naturschutzgroßprojektes auf den Weg gebracht und die Co-Finanzierung in Höhe von 63 000 Euro gestemmt hatten. „Die Stadt hätte es nicht umsetzen können“, betonte Bürgermeister Björn Brede. Der Arche-Verein habe das Projekt in vorbildlicher Weise angepackt und umgesetzt und alle wieder in ein Boot geholt, lobte Brede und bezeichnete die Kultur-Arche als großen Gewinn und touristische Aufwertung.

Arche-Vereins Vorsitzender Thomas Scheerer verwies auf die rund 45 Tierhalter, deren über 50 Haustierrassen man zum Teil entlang des Arche-Pfades sehen und erleben könne. „Diese Idealisten füllen mit ihren Tieren die Arche-Region erst mit Leben“, betonte er.

„Respekt und Anerkennung all denen, die das wunderschöne Werk geschaffen haben“, zollte auch Landrat Dr. Reinhard Kubat. „Ich bin stolz auf die Frankenauer.“ Von „einzigartigen Synergien“ zwischen Landschaftspflege und Bewirtschaftung, Naturtourismus und Umweltbildung, sprach die Geschäftsführerin der Region Kellerwald-Edersee Lisa Küpper. Aus Sicht der Regionalentwicklung handele es sich um ein beispielhaftes Kooperationsprojekt. Für den Naturpark Kellerwald-Edersee gratulierte Geschäftsführer Rainer Paulus, der auf den Werdegang der Arche-Region und der Kultur-Arche einging. „Ich wünsche, dass die Arche immer gut besucht wird und Anziehungspunkt für Frankenau wird“, sagte Frankenaus Ortsvorsteher Eberhard Graf.

Von Susanna Battefeld

Weitere Infos zum Innenleben der Arche, die täglich von 8 bis 18 Uhr geöffnet hat, lesen Sie in der gedruckten Dienstagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine

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