650 Besucher und Mitwirkende beim Adventssingen

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Geschulte Stimmen: Die Damen des Frauenchores Harmonie bei ihrem Vortrag während des Adventssingens in der Liebfrauenkirche.

Zugunsten der Elterninitiative für leukämie- und tumorkranke Kinder an der Uniklinik Marburg-Gießen hatte Irene Haase ein Adventssingen in der Liebfrauenkirche organisiert.

Frankenberg. Über dem Altar brannte die erste Kerze des Adventskranzes, 650 Besucher und Mitwirkende füllten die Liebfrauenkirche, das wenige Licht sorgte für eine stimmungsvolle Atmosphäre: Zum 20. Mal fand am Sonntag das Adventssingen der Frankenberger Chöre statt - das Benefizkonzert zugunsten der Elterninitiative für leukämie- und tumorkranke Kinder an der Uniklinik Marburg-Gießen hatte erneut Irene Haase organisiert.

Marion Clausen

Elf Chöre, Musikensembles und Marion Clausen als Solistin boten dem Publikum wieder ein beeindruckendes Hörerlebnis. Die Sänger und Musiker stimmten mehr als zwei Stunden auf die Vorweihnachtszeit ein. Es wurde ein stilsicherer Bogen an Advents- und Weihnachstliedern gespannt - vom israelischen Volkslied „Shalom Shaverin“ mit dem Kinderchor bis zum Gospel „King Jesus is a Listening“ des Gospelchors der Liebfrauenkirche.

Mit dem Adventslied „Es kommt ein Schiff, geladen“ sorgte das Bläser-Sextett der Evangelischen Allianz für die Ouvertüre des Abends - „ein Schiff, das Gottes ewiges Wort bringt“, formulierte Pfarrer i.R. Heiner Wittekindt in seiner Begrüßung. Bei dem Konzert solle der Funke weihnachtlicher Liebe überspringen - auch durch Spenden für die Kinderkrebshilfe. Der Funke sprang über: Am Ende kamen 3005 Euro für die gute Sache zusammen.

Besonders ergreifend war der Auftritt der Solistin Marion Clausen. Mit der Bach-Kantate „Öffne dich, mein ganzes Herze“ von der Empore des Gotteshauses trug sie zum Gelingen des Benefizkonzertes bei. Ergreifend waren auch das „Ave Maria“ des Katholischen Kirchenchors St. Mariae und das „Ave, Mares Stella“ des Männergesangvereins Ellershausen. Zur Qualität des Konzerts trug zudem das Geigen-Ensemble der Musikschule mit Werken des venezianischen Komponisten Antonio Vivaldi bei. Solisten waren Benedikt Huhn und Christiane Rüfers.

Den rhythmisch-mitreißenden Chorhit zur Weihnachtszeit „Shepherds Run“ präsentierte der Mittel- und Oberstufenchor der Edertalschule, die Liedertafel Frankenberg/Schreufa hatte Georg-Friedrich Händels „Tochter Zion“ im Repertoire, eines der schönsten Weihnachtslieder überhaupt. Überzeugend waren auch Norbert Ptaschnik, Hans-Dieter Oetzel, Harald Vogler und Florian Finger mit „When cool is Christmas“.

Dass es die Arbeit der Elterninitiative nun schon seit 30 Jahren gibt, berichtete Peter Becker. Er freute sich vor allem darüber, „dass so viele Menschen“ das Adventssingen hören und auch spenden wollten. „Ist ein Kind an Krebs erkrankt, ist die ganze Familie krank“, wies er auf notwendigen Hilfe hin.

Bürgermeister Rüdiger Heß und Staatssekretär Mark Weinmeister dankten Irene Haase für die Organisation - dabei überreichten die Politiker eine Spende von 500 Euro. Am Ende sang die Gemeinde gemeinsam „Macht hoch die Tür“.

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