Frankenberger Feuerwehr soll neuen Turm und neues Fahrzeug bekommen

Ehrungen: Heinrich Rohleder und Alfred Kesper wurden für 50-jährige Mitgliedschaft, Bruno Hörl und Wilfried Koch für 25-jährige Mitgliedschaft geehrt. Alfred Kesper fehlte. Das Bild zeigt außerdem (von links) Bürgermeister Rüdiger Heß, Bruno Hörl, Wilfried Koch, Heinrich Rohleder, Vorsitzender Kai Jonietz und Wehrführer David Tschirner. Foto: mjx

Frankenberg. Verschiedene Anschaffungen kündigten Bürgermeister Rüdiger Heß und Wehrführer David Tschirner während der Jahreshauptversammlung der Frankenberger Feuerwehr an.

Die Stützpunktfeuerwehr wird in diesem Jahr ein neues Feuerwehrfahrzeug vom Typ HLF 20 und auch einen neuen Übungsturm auf dem Gelände des Katastrophenschutzzentrums bekommen.

„Die Feuerwehr ist Pflichtaufgabe der Stadt. Wir tun alles dafür, damit die Feuerwehrleute die entsprechende Ausbildung und Ausrüstung für ihre nicht leichten Einsätze erhalten“, sagte der Bürgermeister.

Das neue Fahrzeug wird einschließlich der notwendigen Feuerwehrtechnik 380 000 Euro kosten, die Auslieferung ist für September geplant. Das neue Fahrzeug soll ein 27 Jahre altes Tanklöschfahrzeug ablösen. „Durch diese Investitionen wird die Kernstadtfeuerwehr noch besser aufgestellt sein und die ohnehin schon hohe Motivation der Einsatzkräfte noch weiter gestärkt“, betonte Heß.

Der Übungsturm könne auch von den Feuerwehren im Landkreis zur Ausbildung genutzt werden. Dadurch werde auch der Ausbildungsstandort Frankenberg weiter gestärkt.

In seiner Jahresbilanz berichtete Wehrführer Tschirner über insgesamt 149 Einsätze der Frankenberger Feuerwehr. Damit war die Wehr nahezu jeden zweiten Tag im Einsatz. 2014 waren es 135 Einsätze.

Laut Tschirner musste die Wehr unter anderem zu 26 Bränden ausrücken, darunter auch zu zwei Großfeuern - zuletzt am 29. Dezember beim Brand einer Werkstatt mit Lackiererei in der Siegener Straße in Frankenberg. Unter dem Strich seien die Feuerwehrleute bei allen Einsätzen 2779 Stunden im Dienst gewesen, sagte Tschirner, zudem seien 2590 Stunden an Ausbildung abgeleistet worden.

„Bei den Einsätzen 2015 wurden 16 Menschen verletzt, sieben Menschen konnten direkt von der Feuerwehr gerettet worden.“ Leider seien auch zwei Todesfälle zu beklagen gewesen. Bei den Einsätzen wurden zwei Feuerwehrleute verletzt.

Als weitere Aktivitäten der aktuell 65-köpfigen Einsatzabteilung der Frankenberger Feuerwehr nannte Tschirner vor allem die Teilnahme am Stadtpokal in Viermünden: „Unsere Mannschaft belegte den ersten Platz.“

Sein Dank galt dem Frankenberger Unternehmen Ewikon für eine Spende in Höhe von 500 Euro.

Mehr als 190 Mitglieder hat die Frankenberger Feuerwehr derzeit, berichtete Vorsitzender Kai Jonietz. „Mindestens jeder Hausbesitzer der Stadt müsste auch Mitglied in der Feuerwehr sein“, appellierte Bürgermeister Heß in diesem Zusammenhang an die Bevölkerung.

Dass zwei Jungen und ein Mädchen aus der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung wechselten, sagte Jugendwart Michele Agostino: Aktuell gehören der Frankenberger Jugendwehr zwei Mädchen und vier Jungen an. (mjx)

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