MINT-Messe der Edertalschule: Schüler präsentierten spannende Experimente

Hatte Spaß: Schulleiter Stefan Hermes legte selbst Hand an. Hier mit Loris Stiebig. Foto: Battefeld

Frankenberg. „Ich wusste gar nicht, dass wir lebende Tiere in der Biologie haben“, sagte Yannik Wocadlo beim Anblick einer Dorngespenstschrecke, die neben einer Fauchschabe in einem Schaukasten in der Edertalschule ausgestellt war.

Der Tisch mit den exotischen Insekten und Spinnentieren war nur eine der Attraktionen auf der MINT-Messe des Frankenberger Gymnasiums, bei der Schülergruppen, Arbeitsgemeinschaften oder ganze Kurse jetzt ihre Unterrichtsinhalte und Projekte aus den Fachbereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik – kurz: MINT – präsentierten.

Knapp 100 Schüler, Lehrer sowie einige Eltern bestaunten spannende Experimente, ließen sich mathematische Formeln erklären oder informierten sich über innovative Wettbewerbsbeiträge, mit denen die Schüler bei „Jugend forscht“ erfolgreich waren.

„Ich denke, man kann gut sehen, wie vielseitig wir aufgestellt sind im MINT-Bereich“, sagte Schulleiter Stefan Hermes, als er die Messe offiziell eröffnete. Die große Bandbreite zeuge vom großen Engagement der Schüler, das mit einem ebenso großen Engagement der Lehrkräfte gekoppelt sei, lobte er. Dicht umlagert war unter anderem ein 3D-Drucker, dessen Funktionsweise und die darin verwendbaren Kunststoffe Fabian Lange zuvor vorgestellt hatte.

„Ich finde das faszinierend, dass das alles so genau stimmt und funktioniert“, sagte Yannik Wocadlo, während er eine im Vorfeld gedruckte Mini-Hebebühne in den Händen hielt. Auch die von Sarah Kuhnhenn, Laura Bradschetl und Julia Dengler konstruierten Roboterfahrzeuge aus Legosteinen stießen auf großes Interesse.

Einen ganz praktischen Nutzen für die Schulgemeinde hatte die Facharbeit von Stefan Schulte, dem es gelungen war, die alte Schuluhr wieder in Gang zu bringen, die in den vergangenen 20 Jahren außer Betrieb gewesen war.

Warum Frauen die besseren Chefs sind, belegten Laura Krupke, Marie Dippel und Isabell Draht anhand einer Umfrage im Rahmen eines Jugend-forscht-Projekts, bei der sie 600 Mitschüler auf kooperatives Verhalten getestet hatten. „Männer haben mehr Testosteron, das behindert das kooperative Verhalten“, lautete eins der gewonnenen Erkenntnisse.

Für Spaß sorgte schließlich ein ebenso spannendes wie unterhaltsames „Mausefallen-Autorennen“, bei dem es darum ging, welches Gefährt mit der Energie einer gespannten Mausefalle die weiteste Strecke zurücklegt. Als Sieger des Wettbewerbs – mit immerhin mehr als 15 Metern – ging Maximilian Busch mit seiner Fahrzeug-Konstruktion hervor.

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