Müll im Steinbruch Rodenbach gesammelt

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Sammelten Müll im alten Steinbruch Rodenbach: Jeanette Wünsch-Becker (rechts) und Tochter Marie Wünsch. 

Der alte Steinbruch in Rodenbach ist nicht nur geologisch wertvoll, sondern auch ein beliebter Ort zum Grillen. Jeanette Wünsch-Becker hat dort fünf Säcke mit Müll gesammelt.

Frankenberg. „Ich finde es schön, dass junge Leute hier die Schönheit der Natur genießen“, sagt Jeanette Wünsch-Becker. „Aber wenn sie hier grillen oder feiern, dann könnten sie ihr Zeug auch wieder mitnehmen.“

Weil sich Jeanette Wünsch-Becker schon mehrfach über Abfälle wie Plastikverpackungen, PET-Flaschen und wilde Müllablagerungen im Steinbruch Rodenbach geärgert hatte, griff sie am Dienstagmorgen zur Selbsthilfe: Zusammen mit ihrer Tochter Marie Wünsch sammelte sie fünf (!) große Säcke voller Unrat ein. „Mir tut’s gut, wenn es nächste Woche besser aussieht“, sagte Wünsch-Becker.

Der Steinbruch Rodenbach ist eine bedeutende geologische und paläontologische Fundstätte – vergleichbar mit der Grube Messel bei Darmstadt oder der Korbacher Spalte. „Unsere Kinder haben hier schon Fossilien gesucht“, erzählt Wünsch-Becker.

In den Tümpeln des ehemaligen Steinbruchs lebten verschiedene Amphibien. Der alte Steinbruch sei „erhaltens- und schützenswert“, betont Jeanette Wünsch-Becker. „Aber wenn sich das Umweltverhalten der Leute nicht ändert, wird dieses schöne Fleckchen Erde wahrscheinlich irgendwann eingezäunt und dicht gemacht.“

„Auf keinen Fall“ sehe sie die Stadt Frankenberg in der Pflicht, betont Wünsch-Becker. „Die machen schon ganz viel.“

Eine Anregung hat sie dann doch: „Vielleicht könnte man an dem Schild ‘Müllablagerungen jeglicher Art verboten‘ mal eine Mülltonne installieren.“ 

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