Naturheilmesse: Von Kartenlesen bis Badekur

Schröpfen: Heilpraktikerin Evita Czeczatka (rechts) informiert Petra Blaumann und Stefan Engel auf der Gesundheitsmesse in Franeknberg über diese alte Therapieform. Foto: Biedenbach
+
Schröpfen: Heilpraktikerin Evita Czeczatka (rechts) informiert Petra Blaumann und Stefan Engel auf der Gesundheitsmesse in Franeknberg über diese alte Therapieform.

Frankenberg. Das Thema Gesundheit zieht. Das zeigte der Infotag Naturheilkunde, zu dem der Kneipp-Verein Frankenberg am Sonntag in die Ederberglandhalle eingeladen hatte.

Die Besucherin zieht bei Ellen Kargoscha - nach eigenen Angaben Heilerin und Medium - eine Lenormandkarte. Darauf ist ein Gletscher zu sehen, von dem Schmelzwasser fließt. „Sie haben starke Blockaden, doch die lösen sich nun auf“, deutet die Marburgerin die Karte.

Das Spektrum beim 3. Infotag der Naturheilkunde war breit gefächert. Es reichte von bodenständigen Therapien wie Physiotherapie und ambulanten Badekuren bis hin zu alten Verfahren wie das Schröpfen, von Irisdiagnose und traditioneller chinesischer Medizin bis zu esotherischen Methoden, von Informationen verschiedener Selbsthilfegruppe bis hin zum gesunden Bett.

„Die Mehrzahl der Ausstellung arbeitet mit Verfahren, die nachgewiesenmaßen hilfreich sind. Esotherik ist nur am Rande ein Thema“, sagt Lilo Dirmeier, Vorsitzende des Kneipvereins Frankenberg, der zum dritten Mal eine solche Gesundheitsmesse ausrichtete. Frankenbergs Bürgermeister Rüdiger Heß betonte in der Eröffnungsansprache, dass die Naturheilkunde neben der Schulmedizin ihren festen Platz haben solle und würdigte das Engagement des Kneippvereins.

Unter den Besuchern - laut Dirmeier wohl wieder zirka 1500 Menschen - waren vor allem Frauen. Sie schlenderten vorbei an Ständen mit Nahrungsergänzungsmitteln oder physikalischen Signalgebern, die nach Angaben der Hersteller die Versorgung der Zellen verbessern, lernten die Behandlung von Nagelpilz mit Hilfe von speziellem Licht ebenso kennen wie verscheidene Methode zum Entsäuern und Entgiften, und sie konnten sich auch bei den Vorträgen weiterbilden. Etwa darüber, dass der Ärger, den wir verspüren, oft gar nichts mit der aktuellen Situation zu tun hat, sondern eventuell von alten Verletzungen herrührt. (mab)

Mehr in der gedruckten Montagausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren: Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.