Sieg bei Jugend forscht: Edertalschülerinnen überzeugen Jury

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Konnten die Jury mit ihrem Projekt begeistern: Die Oberstufenschülerinnen (von links) Isabell Drath, Marie Dippel und Laura Krupke mit Betreuungslehrer Björn Croll.

Frankenberg. Beeindruckendes Ergebnis für drei Schülerinnen der Edertalschule Frankenberg: Sie haben beim Jugend-forscht-Regionalwettbewerb Hessen Nord Platz eins im Fach Biologie belegt.

Die stolzen Preisträger sind: Laura Krupke, Isabell Draht und Marie Dippel.

Insgesamt 35 Schüler präsentierten 19 Projekte aus den Bereichen Arbeitswelt, Biologie, Technik, Mathematik / Informatik und Physik in einer eindrucksvollen Wettbewerbsausstellung.

Das Motto des Regionalwettbewerbs lautete „Neues kommt von Neugier". Zum neunten Mal war die SMA Solar Technology AG in Niestetal Gastgeber des Wettbewerbs.

Von den 19 nordhessischen Teams haben sich acht für weitere Wettbewerbe qualifiziert. Der nächste, der Landeswettbewerb, findet am 12. und 13. April in Darmstadt statt.

Die drei Edertalschülerinnen hatten - betreut von Lehrer Björn Croll - ein Jahr zum kooperativen Verhalten von Schülern und zum Bestrafen egoistischen Verhaltens geforscht und mit den gewonnenen Daten eine fachwissenschaftliche Arbeit verfasst. Beim Regionalentscheid präsentieren sie ihre Erkenntnisse mit Hilfe wissenschaftlicher Poster.

Die drei Schülerinnen hatten sich sehr gut vorbereitet und konnten sowohl Jury als auch Besucher und Zuschauer begeistern, wie man später im Rahmen der Feierstunde in der Begründung für den Regionalsieg heraushören konnte. Auch die Eckdaten des Projektes sind beeindruckend: An vier Tagen testeten die Oberstufenschülerinnen über 600 Schüler ihrer Schule und analysierten die Daten mit einem professionellen Statistikprogramm, um auf Signifikanz zu testen. So konnten sie beweisen, dass die meisten Schüler sich kooperativ verhalten. Dabei stellte sich das Geschlecht der Probanden als ein entscheidender Faktor dar und es wurde deutlich, dass Frauen kooperativer handeln als Männer.

Überraschend war, dass es keinen Einfluss auf die Kooperationsfähigkeit hat, ob die Schüler religiös sind oder nicht und ob sie ein Musikinstrument spielen oder sportlich aktiv sind. Kinder, die im Haushalt bestimmte Aufgaben übernehmen müssen, legen größeren Wert auf kooperatives Verhalten. Innerhalb der Familie hatten Vater, Mutter und jüngere Geschwister einen Effekt auf das Verhalten, die Großeltern jedoch nicht.

Durch ihren Sieg, haben sich die drei Schülerinnen der Edertalschule nicht nur ein Preisgeld und ein Zeitschriftenabo gesichert, sondern sich vor allem auch für den Landesentscheid von Jugend forscht in Darmstadt qualifiziert. (nh)

Neben der Prämierung der Jugend-forscht-Arbeiten wurde auch noch ein Schulpreis für das besondere Engagement zur Förderung von Schülern vergeben. Mehr dazu lesen Sie in der gedruckten Freitagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

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