Steinportal der alten Totenkirche wieder aufgebaut

Originalgetreu wieder aufgebaut: Stolz präsentierte Museumsleiter Heiner Wittekindt (links) den Gästen und Helfern das mit seinem barocken Aufsatz vor wenigen Tagen rekonstruierte Portal der 1970 abgerissenen Frankenberger Totenkirche.

Frankenberg. Das Barockportal der alten Totenkirche in Frankenberg wurde wieder aufgebaut und bei einem Empfang der Öffentlichkeit vorgestellt.

Das Frankenberger Kreis-Heimatmuseum hat in der Bevölkerung viele Freunde und Unterstützer, und sein von Bürgern getragener Förderverein schultert die Hauptlast bei Renovierungen und Neuerwerbungen. Dies wurde am Wochenende deutlich, als bei einem festlichen Empfang in der Mauritiuskapelle das erhaltene Barockportal der 1970 abgerissenen „Totenkirche“ in restaurierter Form vorgestellt wurde.

Auszubildende des Frankenberger Lehrbauhofs der Kreishandwerkerschaft mauerten in den letzten Wochen die damals geretteten Steine mit barockem Inschriftenstein, Holztor, Engeln und Kreuz unter Leitung von Peter Wilhelm im Museum wieder auf (HNA berichtete). „Ihnen gilt mein herzlicher Dank ebenso wie allen Sponsoren, die ermöglichten, dass dieses mit der Stadtgeschichte eng verbundene Originalportal wieder erstehen konnte“, erklärte Museumsleiter Heiner Wittekindt.

Erinnerung an Winterkirche 

In einer Bilderschau schilderte er die Nutzung des auf Resten einer spätgotischen Kapelle gebauten Kirchleins für Beerdigungen, später aber auch als Winterkirche für Gottesdienste. Unter den Gästen waren viele ältere Frankenberger, die sich noch an Konfirmandenzeit, Krippenspiele, Hochzeiten und an den 1955 tödlich verunglückten Küster Heinrich Klem erinnerten.

Für den Verein Kreis-Heimatmuseum dankte dessen Schatzmeisterin Ruth Piro-Klein für besondere Unterstützung den Familien Grebe und Gabriel, die schon 1970 beim Abriss der Totenkirche den kunstgeschichtlichen Wert des Portals erkannt und seine Steinteile aufbewahrt hatten. Die barocke Portalbekrönung war seinerzeit direkt ins Heimatmuseum aufgenommen worden.

„Mit diesem Portal hat der Verein Kreis-Heimatmuseum ein wahres Museums-Schmuckstück gestaltet, auf das der Landkreis stolz sein kann“, erklärte in seinem Grußwort Kreisbeigeordneter Hermann Hirth. Frankenbergs Erster Stadtrat Willi Naumann zeigte sich vor allem von der Baukunst beeindruckt, die hier ein Stück Geschichte spiegele: „Ein attraktiver Punkt unserer Stadt!“ (zve)

Nach dem Empfang gab es für alle Gäste bei Führungen durch das Museum im Kloster viel Neues zu entdecken. Was, das lesen Sie in der gedruckten Montagausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

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