Taubenzüchter-Vereinigungen Wohratal und Frankenberg fusionieren

Hoffnungsvoller Nachwuchs: Der elfjährige Elias Waßmuth aus Rosenthal ist im Taubenschlag seines Vaters groß geworden und einer der jüngsten Taubenzüchter im Verein. Hier mit (von links) Schriftführer Harald Below und Vater Marco Waßmuth. Foto: Battefeld

Gemünden. Der Brieftaubensport hat seit Jahren mit rückläufigen Züchterzahlen zu kämpfen. Die Reisevereinigungen (RV) Wohratal und Frankenberg haben deshalb jetzt die Konsequenzen gezogen und sich zur RV Wohratal-Frankenberg zusammengeschlossen. „Das ist eine gute Nachricht“, betont der Frankenberger Züchter Harald Below, mit dem wir über die Fusion gesprochen haben.

Warum war die Fusion notwendig?

Harald Below: Dieses besondere Hobby hat enorme Nachwuchssorgen. Deswegen war der Zusammengeschluss nur der folgerichtige Schritt der jeweils rund 20 aktiven Züchter aus dem Frankenberger Land und dem Wohratal rund um Gemünden. Jetzt ergibt sich wieder eine adäquate Konkurrenzsituation. Außerdem können administrative Aufgaben gebündelt werden. In der Gründungsversammlung haben sich die Züchter eine neue Satzung gegeben und einen neuen Vorstand gewählt.

Was hat sich konkret geändert?

Harald Below: Das Einzugsgebiet ist viel größer geworden. Es reicht jetzt von Rauschenberg-Ernsthausen bis Bad Wildungen und von Altenlotheim bis Frankenberg. Durch die doppelte Anzahl der Züchter ist natürlich der sportliche Reiz auch viel größer geworden.

Was macht generell die Faszination des Brieftaubensports aus?

Harald Below: Das lässt sich gar nicht mit einem Satz beschreiben. Ich kann aber aus eigener Erfahrung sagen, dass es fast wie ein Virus ist: Wer einmal infiziert ist, kommt schwer wieder davon los. Zum einen ist es sicherlich der Umgang mit der faszinierenden Kreatur. Die Tauben sind immerhin in der Lage ist, aus großen Entfernungen zielsicher den heimischen Schlag anzusteuern. Spannung in das Hobby bringen außerdem die Wettflüge. Sie ermöglichen den teilnehmenden Züchtern die Leistungsfähigkeit ihrer Tauben mit Tauben anderer Züchter zu vergleichen.

Wettflüge werden sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene organisiert. Die Flugsaison reicht für die mehrjährigen, erfahrenen Brieftauben (Alttauben) etwa von April bis Juli und für die Jungtauben von August bis September. In dieser Zeit nehmen die Alttauben an bis zu 13 Preisflügen teil. Die Jungtauben absolvieren bis zu fünf Preisflüge. Die Alttauben legen pro Flug Entfernungen von 150 bis 600 km zurück, Jungtauben nur bis zu 300 km. Dabei erreichen sie durchschnittliche Fluggeschwindigkeiten von bis zu 100 km/h.

Warum die Tauben überhaupt wieder nach Hause fliegen und ob dies alles keine Quälerei für die Tiere ist, lesen Sie in der gedruckten Mittwochsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Von Susanna Battefeld

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