Fünfjährige Pia Fackiner gewann Tierbeurteilungswettbewerb

Strahlende Sieger: (vorne von links) Sarah und Pia Fackiner, der Drittplatzierte Jan Schumacher sowie den beiden Richterinnen Ute Ermentraudt und Monika Schmutzler.

Herbelhausen. Wenn das kein Anfängerglück ist: Beim Tierbeurteilungswettbewerb der Jungzüchterclubs Waldeck-Frankenberg und Marburg-Biedenkopf siegte die fünfjährige Pia Fackiner aus Dainrode.

Sie hatte zum ersten Mal teilgenommen und nahm stolz einen der ausgelobten Wanderpokale - eine rotbunte Modellkuh - entgegen.

Den zweiten Platz belegte ihre 16-jährige Schwester Sarah vor Jan Schumacher aus Hatzfeld, der Platz drei erreichte. Gastgeber des Bezirksentscheids waren in diesem Jahr Reiner und Claudia Löwer aus Herbelhausen, die ihren Hof und ihre Kühe zur Verfügung stellten. „Bei uns war die Überraschung auch erst mal groß, als wir die Bögen ausgewertet hatten und ausgerechnet die jüngste Teilnehmerin am besten abgeschnitten hatte“, sagte Organisatorin Ute Ermentraudt vom Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen (LLH) gegenüber der HNA. Es habe aber alles seine Richtigkeit gehabt, betonte sie. Pia habe sich zwar mit ihrer großen Schwester beraten, habe aber beim Ausfüllen des Bogens dann doch selbständige Entscheidungen getroffen und am Ende das nötige Quentchen Glück gehabt in ihren Beurteilungen.

In dem jährlich ausgetragenen Wettbewerb sollen die Nachwuchslandwirte lernen, Kühe der Rasse Deutsche Holsteins zu bewerten. Vorgenommen wird die Einstufung mit Hilfe eines Beurteilungsbogens, in dem die Teilnehmer Punkte in den einzelnen Kategorien vergeben, siehe auch Hintergrund.

38 Teilnehmer

Insgesamt waren 38 Teilnehmer angetreten. Darunter auch zahlreiche Auszubildende, wie Ute Ermentraudt mitteilte. „Wir bieten diesen Wettbewerb an, damit die Jungzüchter frühzeitig lernen, wie man eine Kuh richtig einschätzt - und zwar sowohl die eigenen Tiere oder auch zugekaufte“, erklärte sie und war am Ende „sehr zufrieden“ mit dem Gesamtergebnis: „Die Jungzüchter haben die linearen Merkmale sehr gut und sicher bewertet. Schwieriger wird es erfahrungsgemäß, wenn es um die Merkmalskomplexe, also die Noten für Milchtyp, Fundament und Körper geht. Hier waren die Abweichungspunkte zur Vorbewertung etwas höher.“

Bessere Bewertungsbögen

Gut habe dagegen wieder die Rangierung - also die Einordnung der fünf vorgeführten Kühe in Rangstufen - geklappt. Auch mit den neuen Beurteilungsbögen seien alle gut zurecht gekommen. „Die sind jetzt übersichtlicher gestaltet. Das wurde allgemein sehr gelobt“, so Ermentraudt.

Für die Neueinsteiger unter den Jungzüchtern hatte sie vor dem eigentlichen Wettbewerb eine „Testrunde“ angeboten, in der sie die einzelnen Merkmale an Übungskuh Pandorra erläuterte. Nach der Siegerehrung klang die Veranstaltung an der Grillhütte in Herbelhausen aus.

Von Susanna Battefeld

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