Gasthaus Zum Burgwald wird Flüchtlingsunterkunft

Vorbereitung für den Einzug von Flüchtlingen: Die Mitarbeiter Latif Saglan (links) und Thorsten Eiter vom Betreiber Immobilien Finanzierungen Service GmbH tragen Wäscheständer in die Gemeinschaftsunterkunft. Foto: Biedenbach

Burgwald. Das ehemalige Gasthaus Zum Burgwald in Burgwald wird Gemeinschaftsunterkunft für Flüchtlinge.

Nun ist es offiziell: Das ehemalige Gasthaus Zum Burgwald in Burgwald wird eine Gemeinschaftsunterkunft. Heute ziehen 41 Menschen dort ein.

Die meisten von ihnen kommen aus Erstaufnahmelagern, teilt Christoph Ehler mit, der in der Burgwalder Gemeindeverwaltung für die Flüchtlinge zuständig ist. Zudem wird dort eine siebenköpfige Familie aus Syrien untergebracht, die bisher in beengten Räumen in einem Nachbarhaus wohnt. Es werden insgesamt 41 Menschen aus Syrien, Afghanistan, Irak und Iran in das ehemalige Gasthaus einziehen, darunter 15 Kinder im Alter von zwei bis 14 Jahren.

Betreiber der Einrichtung ist die Immobilien Finanzierungen Service GmbH (IFS) aus Aschaffenburg. Sie hat den Gebäudekomplex erworben. Schon längere Zeit boten die ehemaligen Eigentümer das Gasthaus mit fast 60-jähriger Tradition zum Verkauf an. Die IFS betreibt neben anderen Immobiliengeschäften und Dienstleitungen laut Vertriebsleiter Volker Weiland seit zwei Jahren auch Flüchtlingsunterkünfte - mittlerweile seien es 14 Einrichtungen, in Nürnberg, Aschaffenburg, und Raunheim bei Frankfurt.

„Gut geeignet“

Das ehemalige Gasthaus sei gut als Gemeinschaftsunterkunft geeignet, sagt IFS-Mitarbeiter Thorsten Eiter. Es gebe insgesamt Platz für 55 Personen. Die Zimmer seien jeweils mit eigenem Duschbad, Kühlschrank und Fernseher ausgestattet. In der Küche gebe es vier Herde, wo sich die Bewohner ihr Essen zubereiten können. „Töpfe, Pfannen und Geschirr, alles ist vorhanden“, sagt er. Und der Gastraum dient als Aufenthaltsraum.

„Wir haben sogar einen Spielplatz für die Kinder, und am Haus ist Platz zum Fahrradfahren“, fügt er hinzu. Mit seinem Team hat er die Unterkunft für die Flüchtlinge vorbereitet, insbesondere Feuerschutztüren eingebaut und die Fluchtwege deutlicher gekennzeichnet.

Die Bewohner aus den Erstaufnahmelagern werden heute wohl am späten Nachmittag eintreffen. Sie werden mit einem Bus gebracht und unterwegs noch Lebensmittel einkaufen. Sie werden so lange in der Unterkunft bleiben, bis ihr Asylverfahren abgeschlossen ist. Die Auswahl der Flüchtlinge hat der Landkreis Waldeck-Frankenberg getätigt, der auch den Sozialdienst übernimmt. Der Betreiber bietet einen Hausmeisterdienst an. „Der Hausmeister wird jeden Vormittag nach dem Rechten sehen und sich um die Außenanlagen kümmern. Die Reinigung der Zimmer und Küche übernehmen die Bewohner selbst“, schildert Thorsten Eiter.

Warum wurde das Gasthaus überhaupt verkauft? Wie will die IFS will das Objekt langfristig nutzen?

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