Vor Stolperstein-Verlegung informierten sich Laisaer über Religion, Kultur und Leben

Geschichte des Judentums

Besucherinnen des Infoabends schauen sich einen blau-weißen, reich verzierten jüdischen Gebetsschal „Tallit“ an, der vier speziell geflochtene Bändel, „Zizit“ genannt, an den Ecken hat. Damit betet man auch an der Klagemauer in Jerusalem . Foto: R. Hartmann

Laisa. Bevor am 8. Dezember in der Kirchstraße in Laisa Gedenksteine für die jüdische Familie Freudenthal verlegt werden (siehe Hintergrund), hat Pfarrer Stefan Peter an einem Abend im Gemeindehaus über das Thema Judentum informiert. Dabei wurden auch Fragen zur Verlegung der Stolpersteine besprochen.

Der  Laisaer  Pfarrer, der erst in diesem Sommer in Israel gewesen war, berichtet auch vom jüdischen Leben heute. Zuvor informierte er die etwa 30 Zuhörer über die lange Geschichte des Judentums, das Königreich Davids, das Reich Juda, die Zerstörung des heiligen Tempels, die Übernahme der Herrschaft durch die Perser und später durch die Römer. Immer wieder hatte das Volk unter neuen Herrschern und Vertreibungen zu leiden.

Peter erklärte die Thora, die die Grundlage des jüdischen Glaubens bildet, und den fünf Büchern Mose entspricht, und nannte jüdische Feiertage wie den Sabbat (Ruhetag), an dem man nicht arbeiten darf. Wie wird gebetet, geheiratet oder trauert? Auch das erfuhren die Zuhörer.

In der Gedenkstätte „Yad Vashem“ in Jerusalem werden die Namen der Opfer des Holocaust und deren Schicksale gesammelt. Dort wurde in der Forschungsstelle auch schon das Buch über die Juden in Oberasphe ausgewertet.

Der Geschichtsverein Battenberg plant eine Dokumentation zum jüdischen Leben im Oberen Edertal. Dafür werden noch Informationen, Fotos und Unterlagen gesucht. Ansprechpartner ist der Vorsitzende Jürgen Hübner in Battenberg, Telefon 0 64 52/84 15. (hr)

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