Dem Streuobst auf der Spur

Neue Broschüre zum Hainaer Klosterapfel-Rundweg

Graue Herbstrenette: So heißt die alte Apfelsorte, die die BUND-Mitglieder bei der Vorstellung der neuaufgelegten Broschüre zum Klosterapfel-Pfad mit dabei haben. Von links: Grafikerin Miriam Willnat, BUND-Kreisvorsitzende Viola Wagner, Rainer Könemann und Helmut Neumann. Foto: Biedenbach

Haina-Kloster. Der BUND hat die Neuauflage der Broschüre zum Hainaer Klosterapfel-Rundweg vorgestellt.

Dabei wurde unter anderem deutlich: Der Apfel der alten Sorte Graue Herbstrenette macht zwar optisch nicht so viel her - schmeckt aber auch im Februar noch vorzüglich. Viola Wagner, die Kreisvorsitzende des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND), verteilt einige Schnitze, als sie die Neuauflage der Broschüre zum Hainaer Klosterapfel-Rundweg präsentiert.

Im Frühling 2004 schloss der BUND mit Vitos Haina einen Pflegevertrag über die historischen Streuobstflächen des Vitos-Gutsbetriebs Haina ab. Seither werden die alten Apfelbäume von den Naturschützern gehegt, neue Bäume alter Sorten nachgepflanzt und es wurde ein kulturhistorischer Apfelpfad angelegt. Die Beschilderung in Form von Apfeltäfelchen wurde in der Kunstwerkstatt von Vitos Haina erschaffen. Die Mitglieder des BUND stellten Ruhebänke am Weg auf und hängten Nistkästen in die Bäume. Die alten Bäume wurden behutsam beschnitten und freigestellt.

Für den Erhalt und zur Nutzung der Apfelbäume wirbt der BUND seitdem mit Patenschaften für sein Projekt. Für 20 Euro jährlich werden die Apfelpaten - etwas 40 an der Zahl - an der Ernte beteiligt und können an der gemeinschaftlichen Kelterung teilnehmen.

Die Altenhainaerin Viola Wagner bietet auch jährliche vier geführte „Landpartien“ auf dem Apfelweg an. Der ausgeschilderte Rundweg lädt über das Jahr Besucher zum Spazierengehen ein. Eine Tafel am Tischbeinhaus in Haina zeigt den Wegeverlauf.

Die zum Rundweg gehörige Broschüre, die vom BUND herausgegeben wurde, informiert anschaulich über die Geschichte und die Entstehung der Streuobstflächen um das Kloster Haina. Dieses Kulturgut möchten die Naturfreunde des BUND für kommende Generationen erhalten.

„Wir sind gesundheitsbewusste Genießer. Mit dem Projekt ist es uns gelungen, ein Stück Heimat- und Kulturgeschichte von Haina/Kloster zu erhalten“, sagt Viola Wagner.

Nach mehr als zehn Jahren wurde die Broschüre zum Hainaer Klosterapfel-Rundweg überarbeitet und neu aufgelegt. Sie ist ab sofort für einen Kostenbeitrag von zwei Euro im Klosterlädchen im Kloster Haina erhältlich. Der Druck wurde von Vitos Haina finanziell gefördert.

„Wir freuen uns sehr, dass unser Projekt sich mittlerweile auch zu einem kleinen touristischen Anziehungspunkt entwickelt hat“, betont Viola Wagner. Sie ist die Initiatorin des Projektes und bei Fragen ansprechbar.

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