Viessmann-Modellspielwaren baut neue Logistikhalle in Reddighausen für 1,4 Millionen Euro

Geschäftsführer Wieland Viessmann vor der neuen Logistikhalle der Firma Viessmann-Modellspielwaren in Reddighausen. In der Halle sollen Artikel wie das kibri-Modell des Bonner Bahnhofs gelagert werden. Der detailgetreu nachgebildete Bahnhof Bonn zählt zu den beliebtesten kibri-Bausätzen. Das fertige Modell hat eine Länge von fast einem Meter. Neben kibri gehört auch die Marke Vollmer zu Viessmann. Foto: nh

Reddighausen. Der Reddighäuser Modellbahnzubehör-Hersteller Viessmann investiert in seinen Stammsitz: Im Sommer 2016 soll eine neue, 1,4 Millionen Euro teure Logistikhalle in Betrieb gehen. Mit dem Bau trägt das Unternehmen dem Wachstum der vergangenen Jahre Rechnung.

Viessmann hat sich nach der Gründung 1988 vor allem mit innovativem und hochwertigem Elektronik-Zubehör für Miniatureisenbahnen einen Namen gemacht: Signale, Beleuchtung und eine Vielzahl an weiteren Technik-Produkten stehen bei Modellbaufans in aller Welt hoch im Kurs. Viessmann wurde in vielen Bereichen zum Technologie-Vorreiter und -Marktführer, das Unternehmen hat mehrere Patente angemeldet.

2010 erschloss sich die Firma neue Kundengruppen: Firmenchef Wieland Viessmann übernahm die Markenrechte von kibri, einen traditionsreichen Hersteller von Modellhäusern, Miniatur-Fahrzeugen und weiterem Modellbahn-Zubehör. Seit 2014 besitzt das Reddighäuser Unternehmen zudem die Rechte an Vollmer, ebenfalls ein Hersteller von Modell-Bausätzen mit einer großen Fangemeinde. Die Artikel der beiden Marken werden in den Viessmann-Produktionsstätten in Ungarn und Rumänien hergestellt.

Die bestehende, im Jahr 2000 eröffnete Lagerhalle reicht deshalb schon länger nicht mehr aus. Viessmann musste eine zusätzliche Halle im Nachbarort Hatzfeld anmieten und errichtete außerdem eine provisorische Leichtbauhalle auf dem Firmengelände in Reddighausen.

„Das Auftragsaufkommen ist in den vergangenen Jahren enorm gestiegen, wir beliefern immer mehr Kunden“, sagt Wieland Viessmann. Auch im abgelaufenen Jahr habe das Unternehmen den Absatz deutlich steigern können. „Hinzu kommt, dass die Bausätze von Vollmer und kibri mehr Lagerfläche benötigen als die Viessmann-Produkte.“ Mit den drei Marken produziert Viessmann mehr als 2700 verschiedene Artikel und benötigt dafür über 10 000 Werkzeuge. Inklusive Rohmaterialien und Zukaufteilen müssen im Warenwirtschaftssystem etwa 70 000 Teile verwaltet werden – ein gewaltiger logistischer Aufwand.

Im Sommer soll die neue große Logistikhalle mit 1800 Quadratmetern Nutzfläche in Betrieb genommen werden. Außenwände und Dach sind fertiggestellt, in den nächsten Monaten folgen Fenster, Fußboden, Innenausbau und die technische Ausstattung. Computergesteuerte Abläufe ermöglichen Effizienz und Schnelligkeit bei der Auslieferung der Pakete an Fachhändler in der ganzen Welt.

Am Stammsitz in Reddighausen befinden sich neben dem Versand auch Verwaltung, Entwicklung und Vertrieb. Viessmann beschäftigt dort 30 Mitarbeiter.

Einen Termin für eine Eröffnungsfeier gibt es noch nicht, denn nach Abschluss der Bauarbeiten soll auch die Außenanlage des Firmengeländes noch neu gestaltet werden. (nh/jun)

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