Finanzierung durch öffentliche Hand reicht nicht aus

Hilfsangebot für psychisch Kranke im Kreis Waldeck-Frankenberg gefährdet

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Immer mehr Menschen werden wegen Depressionen, Burnout und Angststörungen behandelt.

Waldeck-Frankenberg. Die Psychosozialen Kontakt- und Beratungsstellen des Kreisverbands der Treffpunkte sind in ihrer Existenz bedroht.

„Die Finanzierung durch die öffentliche Hand reicht nicht aus“, sagt Geschäftsführer Friedhelm Koch.

Die vier Einrichtungen in Frankenberg, Bad Wildungen, Korbach und Bad Arolsen bieten Beratung, Begleitung und Unterstützung für Menschen in Lebenskrisen und mit psychischen Erkrankungen. „Sie sind hilfreich, wenn Ängste, Depressionen, psychosomatische Beschwerden, Überlastungssituationen im Berufs- und Privatleben so belastend werden, dass der Lebensalltag überschattet ist“, erläutert der Geschäftsführer.

Angesichts monatelanger Wartezeiten für einen Termin bei einem niedergelassenen Psychiater sei das für Klienten kostenlose Angebot um so wichtiger – zur Überbrückung bis zum Arzttermin, aber auch zur Stabilisierung während und nach einer ärztlichen oder stationären Behandlung.

„Die Finanzierung der Beratungsstellen ist leider nicht gesetzlich verankert, sie ist eine sogenannte freiwillige Leistung“, schildert Koch. Der Landeswohlfahrtsverband (LWV) Hessen, der Landkreis Waldeck-Frankenberg und die Städte Bad Arolsen, Bad Wildungen, Frankenberg und Korbach bezuschussen die Einrichtungen. Doch dieses Geld reicht nicht aus. 2015 musste der Kreisverband laut Koch 85 000 Euro aus eigenen Mitteln und Spenden beisteuern. Die Kosten steigen, unter anderem aufgrund von tariflichen Gehaltserhöhungen, die Zuschüsse aber nicht.

Deshalb denkt der Kreisverband als Notlösung über eine Kürzung des Angebots nach. Derzeit bieten die vier Treffpunkte jeweils 24 Stunden pro Woche für Klienten an. Der Geschäftsführer will weitere Gespräche mit Landkreis und LWV führen und er setzt auf weitere Spenden für die freigemeinnützige Organisation.

Spendenkonto: Der freigemeinnützige Treffpunkt bittet um Spenden für die Beratungsstellen: Sparkasse Waldeck-Frankenberg, DE14 523 500 050 000 472 58, HELADEF1KOR.

Wie viele Klienten die Treffpunkte betreuen, wie sie arbeiten und welche Hilfen sie bieten, lesen Sie in der gedruckten Donnerstagausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine

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