Kreisbauernverbände in Sorge

Jakobskreuzkraut: Giftige Pflanze breitet sich aus

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Jakobskreuzkraut: Am Straßenrand bei Willersdorf.

Waldeck-Frankenberg. Es gilt bei Tierhaltern, insbesondere bei Pferdebesitzern, als kreuzgefährlich – das Jakobskreuzkraut, das derzeit vor allem an Straßenrändern blüht.

Sein Gift kann Tiere töten. Aber auch für Menschen ist es keineswegs unbedenklich.

Wer die gelb blühende Pflanze mit den leicht violetten Stängeln und den Rucola-ähnlichen Blättern bewusst wahrnimmt, wird feststellen, dass sie sehr häufig ist in Waldeck-Frankenberg. Die Kreisbauernverbände sehen die zunehmende Ausbreitung des Jakobskreuzkrautes mit Sorge und appellieren an alle Landwirte, bei der Eindämmung aktiv mitzuarbeiten, sagt Matthias Eckel vom Kreisbauernverband Frankenberg. Hierzu gehöre eine ordentliche Weidepflege mit regelmäßiger Nachmahd. Gerade bei extensiven Pferdeweiden liege hier einiges im Argen.

Eckel fordert: Betroffene Straßen- und Wegränder müssen rechtzeitig vor der Blüte des Jakobskreuzkrautes gemäht werden. Hier sei auch die Straßenverwaltung in der Pflicht. Horst Sinemus von Hessen-Mobil hält entgegen: „Bei Pflege der Straßenränder habe die Verkehrssicherheit oberste Priorität. Häufigkeit und Zeitpunkt der Mahd richten sich daher in erster Linie nach dem Kriterium der guten Sicht für die Fahrer.“

Im Frankenberger Stadtteil Hommershausen hat jetzt eine Gruppe um Eselhalterin Percia Hanke die Initiative ergriffen und an Straßenrändern das Kraut ausgerissen.

Von Werner Ebert

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