Eichenlaub-Prozess zieht sich vermutlich bis April

Korbach/Kassel. Der Prozess gegen Ex-Landrat Helmut Eichenlaub vorm Landgericht Kassel zieht sich vermutlich bis Ende April. Anträge der Verteidiger, Terminabsprachen, Osterferien, aber auch Vorgaben der Strafprozessordnung sind der Hintergrund.

Inhaltlich ist die Gangart im Prozess gegen Eichenlaub, einen früheren Vorstand der Schweizer Privatbank LB Swiss und einen ehemaligen Manager der Sparkasse Waldeck-Frankenberg zuletzt härter geworden. Auf 21 gedruckten Seiten und mit anderthalbstündigem Vortrag erhob der Ex-Landrat bei der Verhandlung am Mittwoch schwere Vorwürfe gegen die LB Swiss als Tochterfirma der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) - besonders den mitangeklagten früheren Vorstand (wir berichteten).

Demnach sei der frühere Geschäftsführer allein verantwortlich für Provisionen auf öffentliche Kapitalanlagen des Landkreises. Nach eigener Aussage forderte Eichenlaub einzig eine Entschädigung für herbe Verluste aus eine privaten Altervorsorge. Von der Verbuchung als Provision sei ihm nichts bekannt gewesen: „Es ist geradezu absurd, eine Vermittlungstätigkeit konstruieren zu wollen.“ Auch der frühere Sparkassenmanager habe mit Provisionen oder der Vermittlung der öffentlichen Kapitalanlagen nichts zu tun, erklärte Eichenlaub.

Von Jörg Kleine

Wie sich die Angeklagten mit Anträgen gegenseitig beharken und welche Termine für weitere Verhandlungen angesetzt wurden, lesen Sie in der gedruckten Freitagsausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine.

Rubriklistenbild: © Uwe Zucchi/dpa

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren: Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.