Zweijähriger war Großmutter entwischt und in Pool gefallen

Kleiner Held, großes Wunder: Neunjähriger reanimiert Bruder

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Der Zweijährige wurde mit diesem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus gebracht.

Nachdem ein Zweijähriger in Korbach in einen Pool gefallen war, hat ihn sein neunjähriger Bruder reanimiert. Angeleitet wurde er dabei von einem Rettungsassistenten - via Telefon.

Der Neunjährige und sein sieben Jahre jüngerer Bruder waren laut Polizei am Samstagnachmittag zusammen mit ihrer 65-jährigen Großmutter zuhause. Nachdem sich der Zweijährige im Wohnzimmer eingenässt hatte, wollte die 65-Jährige im Bad eine neue Windel holen. Als sie anschließend wieder ins Wohnzimmer zurückkehrte, musste sie feststellen, dass ihr Enkel nicht mehr da war. Den kurzen unbeobachteten Moment hatte der Zweijährige nach Polizeiangaben genutzt, um in den Garten zu laufen. 

Als die Großmutter dort nachsah, fand sie ihren Enkel bäuchlings und bewegungslos im Swimmingpool treiben. Gemeinsam mit ihrem neunjährigen Enkel habe sie den Jungen aus dem Wasser gezogen, schildert die Polizei das Geschehen. Während sich die Großmutter um das bewusstlose Kleinkind kümmerte, telefonierte der neunjährige Junge mit der Leitstelle - auch, weil seine Oma nur sehr schlecht Deutsch spricht und versteht. 

Der Artikel wurde aktualisiert am 4.9. um 13.15 Uhr.

Mit telefonischer Anleitung eines Mitarbeiters der Rettungsleitstelle Waldeck-Frankenberg begann der Neunjährige anschließend, seinen Bruder zu reanimieren und schaffte es schließlich, dass er wieder selbstständig atmete. Anschließend wurde der Junge durch den mittlerweile eingetroffenen Notarzt weiter stabilisiert und mit dem Rettungshubschrauber in die Uniklinik nach Marburg geflogen. Akute Lebensgefahr besteht mittlerweile nicht mehr: Der Zweijährige befinde sich auf dem Weg der Besserung, teilte die Polizei am Sonntagmittag mit.

Bei dem Swimmingpool soll es sich um einen halb in den Boden eingelassenen etwa vier Meter breiten und 1,50 Meter tiefen Baumarktpool handeln. 

Der Rettungsassistent von der Leitstelle, der mit dem Neunjährigen telefoniert hatte, fuhr nach dem Gespräch zur Unglücksstelle, um den jungen Helden für sein Verhalten zu loben und ihn zu einem Besuch bei der Rettungsleitstelle einzuladen.

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