NVV ist zufrieden mit der Bilanz

Ein Jahr Bahnstrecke Korbach-Frankenberg: 440 Fahrgäste am Tag

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Die Bahn kommt: An Bilder wie dieses vom Tag der Inbetriebnahme am 11. September 2015 mussten sich die Menschen zwischen Korbach und Frankenberg erst wieder gewöhnen. Wo der Bahnübergang nicht wie hier mit einer Schranke gesichert ist, macht der Zug mit Pfeifsignalen auf sich aufmerksam – ein Kritikpunkt an der neuen Strecke.

Waldeck-Frankenberg. Vor einem Jahr ist die reaktivierte Bahnstrecke Korbach-Frankenberg eröffnet worden.  Die Jahresbilanz des Nordhessischen Verkehrsverbundes fällt positiv aus.

 „Nach den letzten Zählungen sind auf der Linie pro Tag durchschnittlich 440 Fahrgäste unterwegs, zu Spitzenzeiten an Wochenenden 600 bis 700.“ Im Dezember – nach 100 Tagen – lag der Durchschnitt laut NVV bei 400 Fahrgästen. „Wir sind sehr zufrieden mit dieser Bilanz“, sagt NVV-Geschäftsführer Wolfgang Rausch. „Wir wissen, dass belastbare Zahlen erst nach zwei, drei Jahren aussagekräftig sind und jetzt ein guter Anfang gemacht wurde. Wir sehen weiteres Potential, die Zahlen in ein paar Jahren zu verdoppeln.“ Vor allem mehr Studenten, Touristen und Berufspendler sollten die Strecke nutzen, wünscht sich Landrat Dr. Reinhard Kubat. Auch die Qualität auf der Strecke solle verbessert werden – durch moderne Fahrzeuge ab Dezember 2017, einen neuen Kreuzungsbahnhof in Viermünden und die neue Werkstatt in Korbach, sagte der Chef der Kurhessenbahn, Joachim Kuhn.

Insgesamt gehen NVV und Kurhessenbahn davon aus, dass seit der Eröffnung rund 150 000 Fahrgäste die Strecke genutzt haben. Die höheren Zahlen an den Wochenenden zeigten, „dass die Beliebtheit besonders im touristischen Verkehr liegt“. Um sie für den Freizeitverkehr attraktiver zu machen, gibt es ab Dezember mit dem Fahrplanwechsel von montags bis freitags eine zusätzliche Fahrt um 20 Uhr ab Korbach Richtung Frankenberg; bisher gab es die nur am Wochenende. Weiterhin strebt der NVV verbesserte Tarifkooperationen mit den Verkehrsverbünden in Rhein-Main und Westfalen an. Kritik von Anwohnern gibt es, weil die Bahn an den unbeschrankten Bahnübergängen ein Pfeifsignal abgeben muss. Daran werde gearbeitet, sagt der NVV.

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