Suedlink: Landkreis Waldeck-Frankenberg bleibt von Erdkabel unberührt

Waldeck-Frankenberg. Aufatmen bei vielen Menschen in Nordhessen: Die geplante Stromtrasse Suedlink wird wohl ein gutes Stück östlich an unserer Region vorbeiführen. Der Landkreis Waldeck-Frankenberg bleibt demnach auch von der neuen Planung unberührt.

In den vergangenen Monaten hatten zahlreiche Menschen auch in Nordhessen gegen die ersten Pläne für eine Suedlink-Freilandleitung protestiert.

Der Vorhabenträger Tennet stellte am Dienstag nun die Erdkabelkorridore für die Stromleitung zwischen Wilster (Schleswig-Holstein) und Bergrheinfeld (Bayern) vor. Betroffen sind demnach unter anderem die Städte Northeim, Göttingen und ein östlicher Teil des Werra-Meißner-Kreises. Große Abschnitte verlaufen wohl durch Thüringen.

Die Gleichstromverbindung sollte ursprünglich über das Wolfhager Land in den Altkreis Kassel eindringen. Die Leitungen hätten vermutlich unterhalb des Langenbergs die Kommunen Schauenburg und Baunatal durchschnitten. Von dort hätte die Stromleitung weiter durch den Schwalm-Eder-Kreis und den Kreis Hersfeld-Rotenburg in Richtung Süden geführt. Letzterer bleibt allerdings auch von der Erdkabelplanung betroffen.

Die neuen Vorschläge basierten auf den Kriterien für erdverlegte Leitungen, erläuterte Tennet am Dienstag in einer Pressemitteilung. Diese Pläne unterschieden sich grundlegend von denen für die Planung von Freileitungen.

Dass die Tasse nun ein gutes Stück östlich von Kassel vorbeilaufen soll, hat unter anderem mit der Bodenbeschaffenheit in der Region zu tun. Der Untergrund ist für den Erdkabelbau wohl zu felsig. Das bestätigte Thomas Wagner, Referent für Bürgerbeteiligung bei Tennet: „Die Bodenbeschaffenheit spielt eine Rolle.“ Es sei ein Grund dafür, dass man bei der Planung nun zu einem anderen Ergebnis gekommen sei.

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