Pfarrerin Ungerer verlässt Hatzfeld und Holzhausen dieses Jahr

Pfarrerin Gudrun Ungerer möchte mehr Zeit für ihren Sohn haben, der im Rollstuhl sitzt.
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Pfarrerin Gudrun Ungerer möchte mehr Zeit für ihren Sohn haben, der im Rollstuhl sitzt.

Hatzfeld/Holzhausen. Pfarrerin Gudrun Ungerer wird die Kirchengemeinden Hatzfeld, Holzhausen und Lindenhof Mitte dieses Jahres verlassen. Das bestätigte die 50-Jährige der HNA.

Hintergrund: Gudrun Ungerer hat einen 26-jährigen Pflegesohn, Michael, der im Rollstuhl sitzt. Nachdem er acht Jahre lang in Bayern gelebt hat, ist er vor drei Wochen in eine Einrichtung der Behindertenhilfe in Butzbach in Mittelhessen umgezogen. "Ich habe ihm versprochen, dass wir uns ein Mal in der Woche sehen", sagte die Pfarrerin. Bisher hat sie ihren Sohn alle sechs bis acht Wochen für zwei, drei Tage in Bayern besucht. "Das waren immer 300 Kilometer."

Gudrun Ungerer sieht für sich nun zwei Möglichkeiten: Entweder sie findet eine Pfarrstelle in der Nähe ihres Sohnes in Mittelhessen oder ein Stelle mit einem behindertengerechten Pfarrhaus hier in der Region. "Ich fühle mich hier im Dekanat ganz wohl", sagte sie.

Ein Problem sei allerdings, dass das Pfarrhaus in der Hatzfelder Oberstadt nicht die Anforderungen eines Rollstuhlfahrers erfüllt, schon die steile Auffahrt dürfte kaum zu bewältigen sein. "Hier kann er noch nicht mal auf die Toilette gehen. Das ist einfach ziemlich kompliziert."

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Von Jörg Paulus