Regionales und seltene Tiere rund um die Arche Frankenau

Glückliche Tier-Fans: (von links) Paula, Pia und Lara mit einem der Skudde-Schafe von Michael Schäfer. Die Schafe waren eine der 58 seltenen Nutztier-Rassen, die am Sonntag in Frankenau gezeigt wurden. Fotos: Pflug

Frankenau. Zum ersten Mal fanden in Frankenau Direktvermarktermesse und Archetag an einem Tag statt. Dass das funktioniert, zeigt sich an den schätzungsweise 7000 Besuchern.

Schon von weitem hörte man gestern: Irgendetwas passiert da rund um die Kellerwaldhalle. Kinderlachen, Ziegenmeckern und Chorgesang waren in Frankenau zu hören und das in ungewohnter Lautstärke. Mit jedem Schritt, den der Besucher der Halle näher kam, wurde auch der Duft stärker. Es roch nach Bratwurst, Schepperlingen, geräuchertem Fisch und natürlich Ahler Wurst. Der Grund: Erstmals waren Direktvermarktermesse und Archetag am gleichen Tag und Tausende kamen um zu feiern.

„Und um ganz viel Leckeres zu essen“, wie ein Gast aus Bad Wildungen erklärte. Auch Karsten Schmal, Präsident des Hessischen Bauernverbands, der den Aktionstag miteröffnete, stellte die Produkte und ihre direkte Vermarktung in den Vordergrund. Er appelliere an die Besucher: „Setzen Sie ein Zeichen, dass sie regionale Produkte wollen. Unterstützen sie ihre lokalen Landwirte und nicht die Discounter die Lebensmittel einfach nur verramschen“.

Bei den Grußworten hielten sich Bürgermeister Björn Brede, Archevereinsvorsitzender Thomas Scheerer, Kreistagsvorsitzende Iris Ruhwedel, Eberhard Lamm vom Sponsor Sparkasse Waldeck-Frankenberg, die Hessische Milchkönigin und ihre Kollegin die Rapskönigin kurz. „Denn sie sind ja sicher nicht gekommen, um lange Reden zu hören, sondern um das Wetter, das Essen, die Landschaft, die Tiere unserer Region zu genießen“, sagte Scheerer.

Und das taten die Besucher ausgiebig. „Wir glauben, es waren so ungefähr 7000 bis 8000 Leute da. Aber das ist schwer einzuschätzen, es verläuft sich ein wenig“, erklärte Mitorganisatorin Dorothea Loth vom Landkreis Waldeck-Frankenberg. An insgesamt 98 Ständen wurde Regionales verkauft. Nicht nur für den Magen, sondern auch für das Auge und die Nase. Denn auch Künstler boten ihre Produkte an, die von der Schüssel aus Leichtbeton über fantasievolle Papeterie bis hin zu Kerzen, Cremes und Selbstgewebten reichten.

Für viele der jüngsten Besucher aber waren die 58 seltenen Tierrassen die Hauptattraktion. Da wurden Schafe gestreichelt, Hühner gefüttert und laut schnatternde Gänse mit Vorsicht betrachtet. Nebenbei konnten die erwachsenen Begleiter mehr über die teils stark gefährdeten Tierrassen erfahren. Denn es wurden auch Führungen angeboten und die Arche selbst bot Hintergrundinformationen zu Artenschutz, Landschaftspflege und Region. Regionalität war das Schlagwort des Aktionstages. „Es ist einfach eine gelungene Kombi“, sagte Loth. Die wird es allerdings so schnell nicht wieder geben. Denn Archetag ist nur alle zwei Jahre.

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