Schulen stockten Sprachförderungs-Angebote erheblich auf

Klasse für Integration und Abschluss an der Berufschule Hans Viessmann Frankenberg: Einige der Schüler mit (von links) Schulleiter Carsten Placht, Abteilungsleiter Klaus Lötzerich und Lehrerin Lena Kohl (2. von rechts) . Foto: Biedenbach

Waldeck-Frankenberg. Mehr Intensivklassen, ein neues Angebot an Berufsschulen und weitere Sprachförderung: Die Schulen stockten ihr Angebot für jugendliche Flüchtlinge erheblich auf.

Die Beschulung von Kindern und Jugendlichen nicht-deutscher Herkunftssprache, vor allem Flüchtlingskinder, war im nun endenden Schuljahr eine große Herausforderungen für die Schulen in Waldeck-Frankenberg und Schwalm-Eder. Die Zahl der Schüler, die an Sprachfördermaßnahmen zum Erlernen der deutschen Sprache teilnahmen, stieg von September 2015 bis Juli 2016 um über 1000 auf 2227, teilt das Staatliche Schulamt Fritzlar mit, das für beide Landkreise zuständig ist.

Allein die Zahl der Intensivklassen zur Sprachförderung wurde während des Schuljahres von 15 auf 52 aufgestockt - darunter 28 Klassen mit 353 Schülern in Waldeck-Frankenberg.

Mit den Klassen für Integration und Abschluss (InteA) an Berufsschulen entstand ein komplett neues Angebot: 24 solcher Klassen wurden im Schulamtsbezirk geschaffen - in Waldeck-Frankenberg zunächst acht in Korbach und dann fünf Klassen in Frankenberg.

Weitere solcher Klassen, die zusätzlich auch ein Alphabetisierungsprogramm enthalten, sind vorgesehen, erläutert Marion Temme vom Schulamt.

Neben diesen speziellen Flüchtlingsklassen wurde auch die Zahl der Intensivkurse sowie der Förderstunden für einzelne Schüler an den Schulen enorm erhöht. Das Förderangebot für Flüchtlingskinder beschränkt sich nicht nur auf größere Schulen, sondern wurde auf die Fläche ausgeweitet. „Jede Schule muss damit rechnen, Sprachförderuntericht für Kinder bereitzustellen“, sagt Temme.

Sie und ihre Kollegin Doris Braun-Grimmelbein loben die „herausragenden Leistungen und das hohe Engagement von Schulleitungen und Lehrern bei der Bewältigung dieser Aufgaben“. Auch das Hessische Kultusministerium sei „sehr unterstützend und hilfreich“ bei der „ regelmäßigen Nachsteuerungen von Lehrerstunden“ gewesen.

Wie die Hans-Viessmann-Schule in Frankenberg seit März fünf InteA-Klassen aufgebaut hat und welche Erfahrungen sie mit den Jugendlichen aus Syrien, Afghanistan, Somalia, Iran und Irak gemacht hat, lesen Sie in der gedruckten Dienstagausgabe der HNA Frankenberger Allgemeine

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